• 16.11.2009, 08:30:11
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Österreichs Naturschätze in Gefahr

BirdLife: EU-Mittel für Naturschutzgebiete werden nicht ausgeschöpft

Brüssel/Wien (OTS) - Birdlife International präsentiert im
aktuellen Report die Schätzung der notwendigen Mittel und der
verfügbaren Budgets, die dem Erhalt und der Wiederherstellung
gefährdeter Arten und Lebensräume in den Natura 2000-Gebieten zugute
kommen sollen. Sechs repräsentative Länder wurden in diesen Report
einbezogen, darunter auch Österreich.

Im "Umweltmusterland" Österreich ist der von BirdLife geschätzte
Bedarf von 207 Mio Euro nur zu 27 % budgetär abgedeckt. Allein 125
Mio sollten jährlich aus der mit 8 Milliarden dotierten Ländlichen
Entwicklung kommen. Gerald Pfiffinger, Geschäftsführer von BirdLife
Österreich: "Es fehlt der politische Wille, die erforderliche
Finanzierung für Natura 2000 aus EU-kofinanzierten Programmen
bereitzustellen.

In den ersten Umsetzungsjahren wurden für Natura 2000
zweckgebundene Mittel gar nicht erst ausgegeben. Während im
Agrarbereich das Budget für Maßnahmen mit geringer ökologischer
Wirkung um 65 % überzogen wurde, blieb die Umsetzung von
Naturschutzmaßnahmen deutlich unter den festgesetzten Zielen. Das
größte Defizit ortet BirdLife bei den Umweltmaßnahmen im
Forstbereich. Dem jährlichen Bedarf von 29 Mio. steht ein
Jahresbudget von lediglich 2,1 Mio. gegenüber.

Derzeit liegt ein geändertes österreichisches LE-Programm zur
Genehmigung in Brüssel. Obwohl dieses den "neuen Herausforderungen"
Biodiversität und Klimaschutz mit den zusätzlich verfügbaren 200 Mio.
Rechnung tragen sollte und könnte, wurde bei naturschutzrelevanten
Maßnahmen substanziell gekürzt. "Es ist nicht einzusehen, warum
gerade Österreich mit einem sehr viel höher dotierten LE-Programm als
die meisten anderen EU-Länder so wenig für den Naturschutz übrig
hat", bringt Pfiffinger die Problematik auf den Punkt.

Weitere Informationen und Fotos finden Sie unter:
www.birdlife.at/presse

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Pressesprecherin BirdLife Österreich
Tel: +43 (0) 1 523 46 56 DW 80 / Mobil: +43 699 140 344 70
mailto:[email protected]

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