• 14.11.2009, 08:00:14
  • /
  • OTS0003 OTW0003

"profil": Schwere Vorwürfe von Muzicant gegen Pelinka

"Der Vorwurf, dass sich die Kultusgemeinde das Institut unter den Nagel reißt, ist eine weitere Gemeinheit von Pelinka"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" erhebt Ariel Muzicant,
Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, schwere Vorwürfe
gegen den Politologen Anton Pelinka. Muzicant auf die Frage, warum
nach Pelinkas Abgang aus dem Wiener Wiesenthal Institut für
Holocaust-Studien sogar die Türschlösser des Instituts ausgetauscht
wurden: "Weil von Pelinka in der Nacht nach seinem Rücktritt Briefe
unter anderem an den Wiener Kulturstadtrat hinausgingen, dass das
Wiesenthal Institut die Förderungskriterien nicht mehr erfüllt." -
Das Institut wurde bisher von Bund und Stadt Wien mit 640.000 Euro
gefördert.

Der Konflikt hat seinen Ursprung im Vertrag, mit dem die
Kultusgemeinde ihr Archiv an das Forschungsinstitut verleiht.
Muzicant sagt dazu im Interview mit "profil", Einschränkungen seien
auch zur Abwehr einer finanziellen Verwertung des Archivs erfolgt:
"Sie hatten vor, das gesamte Archiv zu digitalisieren und mit diesen
Dingen zu machen, was sie wollen. - Es gibt keinen Umweg, alles zu
vervielfältigen und es dann in die ganze Welt zu verkaufen."

Der Wissenschafter seinerseits hatte vor "Umklammerung des
Instituts durch die Kultusgemeinde" gewarnt. Muzicant, der einen
Großteil des neuen Vorstands vorschlug: "Der Vorwurf, dass sich die
Kultusgemeinde das Institut unter den Nagel reißt, ist eine weitere
Gemeinheit von Pelinka." Pelinka versuche nun, "das Institut zu
zerstören. Und das mit unlauteren Mitteln."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PRO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel