- 13.11.2009, 16:35:35
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ORF-Sparbudget für 2010 steht - die Null-Linie wird erreicht
ORF-Finanzplan 2010 ermöglicht ausgeglichenes EGT
Wien (OTS) - Ein Einsparungsvolumen in historischer Höhe
kennzeichnet den Finanzplan für 2010, den die Geschäftsführung des
ORF nun fertiggestellt hat und der sich in Druckvorbereitung zum
Versand an die Gremien befindet. Generaldirektor Dr. Alexander
Wrabetz legt damit einen Budgetplan vor, der den Auftrag des
Stiftungsrats vom 2. April 2009, im Jahr 2010 bei gleichzeitiger
Aufrechterhaltung möglichst aller Leistungen des ORF eine "schwarze
Null" zu schreiben, auf Punkt und Beistrich erfüllt.
Die Erreichung dieses Ziels ist für 2010 nicht zuletzt deshalb
ausgesprochen herausfordernd, als sich einnahmenseitig vom ORF nicht
steuerbare Maßnahmen wie die krisenbedingt rückläufige
Werbekonjunktur und die Summe der zahlenden Teilnehmer/innen auch
2010 negativ auf die Erlöse auswirken werden.
Die Umsatzerlöse sollen 848,7 Mio. Euro erreichen, das Konzern-EGT
0,1 Mio. Euro. Das Ziel war insbesondere angesichts der weiterhin
schwierigen Situation am Werbemarkt und der für die zwei
Sport-Großereignisse Olympische Spiele in Vancouver und Fußball-WM in
Südafrika notwendigen Mittel von insgesamt 22,4 Mio. Euro besonders
ambitioniert und konnte nur durch ein umfassendes
Kostenreduktionsprogramm erreicht werden.
Gegenüber dem Finanzplan 2009 werden umfassende Einsparungen durch
ein Bündel an Maßnahmen, die das Unternehmen an die Grenze der
Belastbarkeit führen, erfolgen.
Dieses Einsparungsvolumen ist die konsequente Weiterführung des
harten Sparkurses, der von Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz bei
seinem Amtsantritt 2007 eingeleitet wurde und im Unternehmen über den
Zeitraum 2007 bis 2010 mit einem Sparvolumen von insgesamt 200
Millionen Euro zu Buche schlägt.
Unter anderem leitete Generaldirektor Dr. Wrabetz das umfassendste
Personalsparpaket in der Geschichte des Unternehmens mit einer
Personalreduktion u. a. durch Nichtnachbesetzungen, Pensionierungen
und Handshakes ein.
Der Personalaufwand soll im Geschäftsjahr 2010 auf 333,7 sinken (2008
hatte der Personalaufwand noch 404,7 Mio. Euro betragen). Der
Mitarbeiterstand des ständig im ORF beschäftigten Personals wird sich
von 3.713 per 31.12.2007 um 414 auf 3.299 per 31.12.2010 reduzieren.
"Mit dieser Personalreduktion, dem Druck auf jede einzelne
Kostenstelle, dem Beitrag der ORF-Belegschaft inklusive dem
erstmaligen Eingriff in Vertragsleistungen, sind wir nicht nur den
sogenannten "Hausaufgaben" im vollen Umfang nachgekommen, sondern
haben auch jene Reduktionsgrenze im Unternehmen erreicht, die es uns
gerade noch ermöglicht, im großen und ganzen die Leistungsbreite und
die Erfüllung unserer Aufgaben aufrechtzuerhalten", stellt
Generaldirektor Wrabetz fest und "es gilt aber auch festzustellen,
dass wir einige sehr schmerzhafte Entscheidungen auch im Programm
treffen mussten".
Generaldirektor Dr. Wrabetz stellt fest: "Die Geschäftsführung hat
die Aufträge des Stiftungsrats erfüllt. Die Erreichung der Null-Linie
war seitens der Politik die Vorbedingung auch für die Refundierung
der Gebührenbefreiungen. Das Haus ORF hofft nun auf die Anerkennung
der internen Leistungen und die Erfüllung der Versprechungen. Jeden
Euro, den wir aus diesem Titel bekommen, werden wir in
österreichische Programmleistungen und nicht in Strukturen
investieren. Und selbstverständlich sind damit auch Beauftragungen
der österreichischen Medienwirtschaft verbunden."
Das ausgeglichene Ergebnis wird ohne Valorisierung der Gebühren und
ohne einen Ansatz für die Refundierung der durch Gebührenbefreiung
entgehenden Teilnehmerentgelte erreicht, allerdings ist die
Fortführung folgender wichtiger Leistungen bei einer Konzentration
auf das Kerngeschäft nicht möglich:
-- Fortführung der Kinofilmförderung (ÖFI)
-- Aufrechterhaltung der zur "Verösterreicherung" des Programms
notwendigen fiktionalen Eigenproduktionen in der bisherigen Höhe
-- Aufrechterhaltung von SPORT PLUS im derzeitigen Leistungsumfang
-- Unterstützung diverser regionaler Kultur- und Eventprogramme im
vollen Ausmaß
-- Weiterer Ausbau des barrierefreien Zugangs zu den Programmen des
ORF
-- Umwandlung von TW1 in einen Info-/Kulturspartenkanal
-- Rasche zusätzliche Investitionen in die Einführung digitaler
Workflows und Vorfinanzierung weiterer Strukturmaßnahmen zur
mittelfristigen Kostenreduktion
Rückfragehinweis:
ORF-Unternehmenskommunikation
Alexander Horacek
(01) 87878 - DW 12953
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