- 13.11.2009, 09:46:58
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Greenpeace: Anfang vom Ende des Walfangs in Sicht
Japanische Regierung untersucht nun Korruption und Verschwendung Tokio/Wien (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace berichtete heute in einer Aussendung, dass die japanische Regierung mit einer Finanzprüfung das Forschungs-Walfangprogrammes im Südpolarmeer begonnen hat. Die zentrale Frage wird dabei sein, ob dieses als Steuergeld-Verschwendung zu werten sei und die Finanzierung aus öffentlicher Hand somit einzustellen wäre. Zumindest lautet so die Empfehlung des Steuerprüfungskomitees, das im Auftrag der neuen Regierung unter Premierminister Yukio Hatoyama Steuergeld-Verschwendung und Korruption zu untersuchen hat und alle "nicht notwendigen Subventionen" für 2010 streichen soll. "Ohne öffentliche Gelder ist Japans Walfangprogramm aber nicht mehr zu finanzieren", weiß die Greenpeace-Meeresexpertin Antje Helms. "Wenn in den nächsten Wochen also die richtigen Entscheidungen getroffen werden, bedeutet das wohl den Anfang vom Ende des Walfangs", freut sich die langjährige Artenschützerin über die aktuellen Veränderungen in Japan. Der im September gewählte Premierminister Hatoyama hat mit der Einsetzung des Steuer-prüfungskomitees sein Wahlversprechen eingelöst, Steuergeld-Verschwendung und Korrup-tion im Land hinkünftig zu unterbinden. Dabei werden nun gleich zweihundertzehn Steuer-töpfe unter die Lupe genommen - darunter auch derjenige der "Overseas Fisheries Cooper-ation Foundation" (OFCF), die jährlich mit Milliarden von Yen den Forschungs-Walfang im Südpolarmeer finanziert und für 2010 ein Budgetansuchen von umgerechnet 520 Millionen Euro eingereicht hat. Die OFCF ist der größte Geldgeber des japanischen Instituts für Walforschung (ICR), dem eigentlichen Betreiber der Walfangflotte. Der Tageszeitung Asahi Shimbun zufolge vergibt die OFCF an das ICR seit 2001 zinslose Millionenkredite, die bis heute noch nicht zurückgezahlt werden konnten. Sollte das OFCF-Budget für die Walfang-aktivitäten also empfindlich gekürzt werden, wird das ICR nicht mehr in der Lage sein, die Walfangflotte weiterhin in die Antarktis schicken zu können. Heute trifft Premierminister Yukio Hatoyama in Japan mit US-Präsidenten Barack Obama zusammen. "Beide Staatschef sollten jetzt ihre Wahlversprechen, gegen Steuergeld-Verschwendung und für ein Ende des Walfangs einzutreten, auch einzuhalten beginnen", ruft Greenpeace-Sprecherin Antje Helms in Erinnerung. "Und die japanische Walfang-Industrie ist wahrlich ein Paradebeispiel für Verschwendung und Korruption, denn der Markt für Walfleisch ist längst schon zusammengebrochen und der Walfang damit völlig unrentabel geworden", so Helms abschließend. Rückfragehinweis: Antje Helms; Greenpeace CEE; Tel.: +43 664 2148952 Attila Cerman, Greenpeace CEE; Tel.: +43 664 3435354 *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** OTS0067 2009-11-13/09:46 130946 Nov 09
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