- 13.11.2009, 09:46:23
- /
- OTS0066 OTW0066
Herzer: Österreichs Transporteure gegen "Gigaliner"
Fachverband Güterbeförderung lehnt Änderungen an Gesamtgewicht und Fahrzeugabmessungen nach wie vor ab - Beginn der KV-Verhandlungen
Wien (OTS/PWK870) - Der Fachverband Güterbeförderung in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) bekräftigt seine ablehnende
Haltung gegenüber dem Einsatz von 60-t-Lastzügen, den sogenannten
"Gigalinern", auf Österreichs Straßen. Abgelehnt werden auch die von
mancher Seite geforderten Änderungen der Fahrzeugabmessungen sowie
sonstige Erhöhungen der Gewichtslimits.
Wie Fachverbandsobmann Wolfgang Herzer anlässlich einer Sitzung
des Fachverbandsausschusses in Wien betonte, steht die Branche
unverändert hinter dem bereits im Frühjahr gefällten Beschluss,
Gewichtszulassungen und Fahrzeugabmessungen im Straßengütertransport
unverändert zu lassen. Ausgenommen davon sind lediglich
Sonderfahrten, die jedoch einer Sondergenehmigung bedürfen.
Eine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts werde derzeit in
Österreich von manchen Industriesparten urgiert, die sich dadurch
eine Reduzierung ihrer Transportkosten erwarten. Nach Ansicht von
Obmann Herzer sind die österreichischen Straßen aber für die
gewünschten 44-Tonner großteils gar nicht geeignet. Lkw, die mehr als
40 t wiegen, sollten daher auch in Zukunft nicht zugelassen werden.
Sorgen bereiten allerdings die Entwicklungen in Deutschland, wo
sich ein "Kompromiss" in Richtung 50-Tonner abzeichnet. Herzer
rechnet deshalb mit schrittweisen "Aufweichungstendenzen" bei den
derzeit geltenden Limits. Es sei zu befürchten, dass in Österreich
kleine und mittlere Unternehmen auf der Strecke bleiben würden.
Auf europäischer Ebene hat die EU-Kommission inzwischen eine
weitere Studie in Auftrag gegeben, um die praktischen Konsequenzen
eines Einsatzes von 60-t-Lastzügen zu untersuchen. Für eine
Entscheidung in dieser Frage seien die von der Kommission bisher
gesammelten Informationen nicht ausreichend.
Wie Herzer anlässlich der FV-Ausschusssitzung weiters erklärte,
werden die Kollektivvertragsverhandlungen für die Transporteure
demnächst beginnen. Die Verhandlungen mit der Gewerkschaft vida
sollen im Geiste einer funktionierenden Sozialpartnerschaft sehr
zielorientiert geführt werden. (SR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband Güterbeförderungsgewerbe
Mag. Peter-Michael Tropper
Tel.: Tel.: (++43) 961 63 63 59
mailto:[email protected]
www.dietransporteure.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK






