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OTS0248   9. Nov. 2009, 16:01

pro:woman Ambulatorium: Die Gründe für Schwangerschaftsabbrüche sind auch jetzt schon bekannt!

Die Forderung nach Statistiken und Motivforschung lenkt vom Thema ab


"Die Gründe für Schwangerschaftsabbrüche liegen auch
jetzt schon vor", so Elke Graf, Leiterin des pro.woman Ambulatoriums
am Fleischmarkt zur aktuellen Debatte um geforderte Statistiken und
Motivforschung bei Schwangerschaftsabbrüchen. "Eine instabile
Partnerschaft, finanzielle oder berufliche Umstände und die
Überforderung mit einem (weiteren) Kind sind die häufigsten Gründe,
die bei der Entscheidung zu einem Schwangerschaftsabbruch genannt
werden", so Graf.

Motive, die allesamt auf der Hand liegen und nicht neu erforscht
werden müssen. Graf: "Statistiken ändern nichts an der Tatsache, dass
Handlungsbedarf besteht. Will man Schwangerschaftsabbrüche
verhindern, braucht es die aktive Unterstützung von Mädchen und
Frauen BEVOR es zur ungeplanten Schwangerschaft kommt und nicht
bürokratische Hürden."

Fehlende Aufklärung im Bereich der Sexualpädagogik, ein
schwieriger Zugang zu Verhütungsmitteln und fehlendes Bewusstsein
über die Folgen ungeschützten Geschlechtsverkehrs zählen heute zu den
häufigsten Ursachen für ungewollte Schwangerschaften.
"Wir könnten heute schon viel weiter sein, würden wir den Frauen
verstärkt vermitteln, dass nur eine ausreichende Verhütung dazu
führt, eigenständig und autonom über ihr Leben mit oder ohne Kinder
zu entscheiden", so Graf.

17, 5 Millionen Euro Ausgaben pro Jahr

Frauen geben in Österreich rund 17,5 Millionen Euro pro Jahr für
Schwangerschaftsabbrüche aus! Stellt die öffentliche Hand nur 10 %
davon für eine flächendeckende Versorgung der Frauen mit
Verhütungsmitteln und geeigneten sexualpädagogischen Unterricht zur
Verfügung, könnten bis zu 70 SexualpädagogInnen beschäftigt werden
und rund 350.000 Jugendliche professionell angesprochen und
informiert werden!

Die geplante Rezeptfreigabe der "Pille danach" ist dabei ein
kleiner, aber wesentlicher Schritt in die richtige Richtung.

Ausreichende Information ist wichtig, muss aber neutral und
unabhängig sein. Die vorliegende Broschüre des Bundesministeriums,
deren Inhalte offensichtlich vornehmlich von der Caritas und der
"Aktion Leben" gestaltet wurden, ist aufschlussreich, verweist jedoch
eindeutig nicht auf neutrale Beratungsalternativen. Eine unabhängige
Darstellung aller Möglichkeiten, die den Frauen ihre
Entscheidungsfreiheit in alle Richtungen lässt, wäre wünschenswerter.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0248 2009-11-09 16:01 091601 Nov 09 PRW0001 0351



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Rückfragehinweis: Elke Graf
pro:woman Ambulatorium
Sexualmedizin und Schwangerenhilfe
Zentrum für Vasektomie

Fleischmarkt 26,
1010 Wien
Tel. +43 1 512 96 31-140
Fax.+43 1 512 96 31-210
Mobil. +43 664 233 11 59
http://www.prowoman.at

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