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AWV Wiener Neustadt-Süd und EVN bauen Biogas-Netzeinspeisung

Rund eine Million Kubikmeter Biogas gehen ab Herbst 2010 ins Ferngasnetz / Größte Anlage in NÖ / Verträge unterschrieben / Ausschreibung im Laufen

Wiener Neustadt (OTS) - Ab Herbst 2010 werden jährlich rund eine Million Kubikmeter Biogas, das in einer neu zu errichtenden Anlage auf dem Gelände der Kläranlage des Abwasserverbandes Wiener Neustadt-Süd in Wiener Neustadt erzeugt wird, in das Netz der EVN eingespeist werden. Der AWV Wiener Neustadt-Süd wird das entschwefelte Bio-Rohgas liefern, die EVN sorgt für die Aufbereitung des Gases auf Erdgasqualität, dessen Transport, die Netzanbindung und die Vermarktung.

"Die Verträge sind unterschrieben und die Ausschreibung für die Anlagenerrichtung ist im Laufen. Im Frühjahr des kommenden Jahres wird bereits der Spatenstich erfolgen und im Herbst soll die Netzeinspeisung von hochwertigem Biogas aus Cofermenten beginnen", freut sich Bgm. KommR. Franz Hubinger, der scheidende Obmann des AWV Wiener Neustadt-Süd und "Einfädler" des größten derartigen Projektes in Niederösterreich. "Die Zusammenarbeit mit unserem Projektpartner EVN war sehr erfolgreich und produktiv und nützt den Bürgern und der Umwelt in vielfältiger Weise", so Hubinger.

"Dieses Gemeinschaftsprojekt von AWV Wiener Neustadt-Süd und EVN sieht vor, dass der AWV im kommenden Jahr eine Nass-Entschwefelungsanlage baut, die von den Projektpartnern gemeinsam genutzt wird, während die EVN gleichzeitig die Anlage zur Biomethan-Aufbereitung baut", erläutert AWV-Geschäftsführer DI Dr. Wolfgang Scherz die Partnerschaft. "Der AWV wird dann rund 200 Kubikmeter Rohgas pro Stunde an die EVN liefern, was ca. 120 m3 Reingas entspricht oder rund einer Million Kubikmeter Reingas pro Jahr, die ins EVN-Netz eingespeist werden".

Die neue Biogas-Aufbereitungsanlage in Wiener Neustadt wird die größte ihrer Art in Niederösterreich sein und zu den drei größten Anlagen der Biogas-Netzeinspeisung im gesamten Bundesgebiet gehören. Ausbaumöglichkeiten um bis zu 50 Prozent sind bereits vorgesehen.

"Die EVN wird auf dem Gelände des AWV nicht nur die
Gasaufbereitung bauen, sondern darüber hinaus eine 2,5 Kilometer lange Gasleitung zur Netzanbindung", erläutert EVN-Projektleiter DI Christan Domes den Part des niederösterreichischen Energieversorgers. "Für den Abwasserverband und die EVN ist das Kooperationsprojekt schlechthin ideal: Der AWV produziert das Biomethan, entschwefelt es und kann überdies bis zu 20 Prozent der Gesamtmenge für den Eigenbedarf verwenden. EVN bereitet das Biomethan auf Erdgasqualität auf und sorgt für Transport und Vermarktung dieser besonders umweltfreundlichen Bio-Energie", sagt Domes. Die gesamten Projektkosten betragen rund 1,5 Mio. Euro.

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