OTS0052 / 07.11.2009 / 17:54 / Channel: Politik / Aussender: Mediengruppe "Österreich" GmbH
Stichworte: Bildung / Innenpolitik / Universitäten


ÖSTERREICH: Pröll gegen zusätzliche Budgetmittel für Unis

Utl.: ÖVP-Chef: "Werde nicht zulassen, dass lautstarke Gruppen versuchen, Steuerzahler in Geiselhaft zu nehmen" =


   Wien (OTS) - ÖVP-Chef Josef Pröll kritisiert im Interview mit
ÖSTERREICH (Sonntagausgabe) erstmals die protestierenden Studenten
scharf: "Ich werde nicht zulassen, dass lautstarke Gruppen versuchen,
die Politik, das Land und die Steuerzahler in Geiselhaft zu nehmen."
Auf die Frage, ob er - wie vom Kanzler gefordert - zusätzliches Geld
für die Universitären geben würde, antwortet der Finanzminister: "Es
kann gerade heute nicht immer darum gehen, wo mehr Geld herzubekommen
ist, sondern wie wir mit dem vorhandenen Geld das beste für
Österreich herausholen können." 
  Angesprochen darauf, dass das Budget nicht ausreiche den
Uni-Betrieb aufrecht zu erhalten, sagt Pröll: "Insgesamt verfügen die
Universitäten über die Periode über 8,2 Mrd. Euro. Nach der
Ankündigung von Wissenschaftsminister Hahn kommen weitere 34 Mio.
Euro dazu. Das ist viel Geld und ich erwarte, dass sich auch die
betroffenen Universitäten darüber Gedanken machen, wie sie mit diesem
Geld zurecht kommen."
  In Sachen Zugangsbeschränkungen sagt Pröll: "Ich höre, dass rund 60
Prozent der Erstsemester nur 10 Prozent der angebotenen Fächer
belegen. Damit ist klar, dass diese 10 Prozent der Fächer heillos
überbelegt sind. Ich frage mich: Warum sollen Zugangsregelungen keine
Antwort sein?" 
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