• 04.11.2009, 11:29:55
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Osterfestspiele: Eliette von Karajan für Pereiras Pläne

Bürgermeister Schaden dagegen

Wien (OTS) - Zur Krise der Salzburger Osterfestspiele und den
Plänen des designierten Sommerfestspielintendanten Alexander Pereira,
die beiden Festivals eng zu einander zu führen, gibt es jetzt erste
konkrete Wortmeldungen der handelnden Personen. Das berichtet NEWS in
seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Pereira will die Berliner
Philharmoniker, die mit Abgang nach Baden-Baden drohen, an Salzburg
binden, indem er ihnen eine große Opernproduktion für den (bisher
stets den Wienern vorbehaltenen) Sommer anbietet.

Osterfestspielpräsidentin Eliette von Karajan, Witwe des Gründers
Herbert von Karajan, erklärt sich mit Pereiras Plänen solidarisch. In
einem NEWS übermittelten Brief an die Berliner Philharmoniker
appelliert sie eindringlich an deren Verbleib: "Ich möchte Ihnen
versichern, dass Salzburg Sie braucht, und ich möchte Sie ermutigen,
die Verknüpfung der Oper, die zu Ostern gespielt wird mit den
zusätzlichen Vorstellungen während der Sommerfestspiele zu
unterstützen. Ebenso sollten wir versuchen, mit einer dritten
Aufführung zu Ostern - hauptsächlich für Jugendliche - neues Publikum
für die Osterfestspiele zu gewinnen. Ich möchte Sie herzlich bitten,
das Lebenswerk meines Mannes weiter zu führen und Salzburg die Treue
zu halten."

Skeptisch hingegen zeigt sich im NEWS-Gesprächs Salzburgs
Bürgermeister Heinz Schaden: "Eine zu enge Verknüpfung von Oster- und
Sommerfestspielen ergäbe nur Verdruss. Der Bund hat sich immer
verbeten, dass er über die Sommerfestspiele ein anderes Festival
mitfinanziert. Es gibt dafür sogar im Festspielgesetz eine Klausel."

Schaden fordert auch inhaltliche Veränderungen: "Es ist wichtig,
dass die Osterfestspiele weitergehen, aber es muss auf allen Ebenen
etwas passieren, auch eine inhaltliche Diskussion. Das ist die
Rückmeldung der Besucher." Den möglichen Abgang der Berliner habe
"niemand betrieben, und von uns aus wird es keine Handlung geben.
Aber offensichtlich haben die selber irgendwelche Tendenzen."

Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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