- 03.11.2009, 14:57:26
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Bachelor und Master in der Arbeitswelt 2009
Umfrage der FHWien-Studiengänge der WKW in österreichischen Unternehmen zur Akzeptanz der neuen akademischen Titel
Wien (OTS) - Bachelor und Master finden langsam ihren Platz in den
österreichischen Unternehmen. Das ergab eine Umfrage der
FHWien-Studiengänge der Wirtschaftskammer Wien (WKW) unter
österreichischen Personalverantwortlichen. Die Umfrage wurde im Juli
2008 erstmals durchgeführt und im September 2009 wiederholt. Der hohe
Anteil der Unternehmen, die 2008 keine Bachelor- oder
Master-Absolventen einsetzten, ist 2009 beträchtlich gesunken. "Diese
Tendenz stimmt positiv, dass die kommende Abschlusswelle der
Bachelors im Sommer 2010 auch tatsächlich ihren Platz in der
Arbeitswelt finden wird", meint Michael Heritsch, Geschäftsführer der
FHWien-Studiengänge der WKW.
Die Anzahl der Unternehmen mit Mitarbeitern, die über einen
Bachelor- oder Master-Abschluss verfügen, stieg im Vergleich zu 2008
um ca. 20 Prozent an. Für 2010 planen die befragten Unternehmen einen
Master-Mitarbeiterzuwachs von 13 Prozent, einen Zuwachs an
Bachelor-Absolventen um 13 Prozent. Die Zahl derer, die 2009 keine
Bachelor- oder Master-Absolventen eingestellt haben, ist im Vergleich
zum Jahr davor bei Master um 44 Prozent gesunken und bei Bachelor um
39 Prozent. "Dieses Ergebnis deutet klar darauf hin, dass in den
Unternehmen bereits ein Umdenken zu den neuen Studienabschlüssen
eingeleitet wurde", resümiert Julia Halwax,
Personalmanagementexpertin der FHWien-Studiengänge der WKW.
Bachelor- und Master-Abschluss - die Unterschiede
Grundsätzlich wird mit dem Bachelor ein erstes
berufsqualifizierendes und kurzes Studium verbunden. Dem
Bachelor-Studium wird im Vergleich zum Vorjahr außerdem vermehrt ein
effizientes Studium mit internationalem Anspruch und ein
Karrieretreiber zugesprochen. Das Master-Studium hingegen ist laut
der Umfrage gleich wie letztes Jahr vor allem ein Karrieretreiber,
vermehrt mit internationalem Aspekt und erhöht praxisorientiert.
"Verglichen zum Bachelor steht beim Master weiterhin der
Karriereaspekt stärker im Vordergrund und er wird vor allem als
berufsqualifizierender Abschluss gewertet", beobachtet Martina
Morell, Personalmanagementexpertin an den FHWien-Studiengängen der
WKW.
Bachelor und Master im Vergleich
Den Bachelor-Absolventen wird im Vergleich zu 2008 vermehrt hohe
soziale Kompetenz, hohe Problemlösungsfähigkeit, Praxisorientierung,
hohe Fachkompetenz und Karriereorientierung zugeschrieben. Die
Tendenz zeigt, dass Bachelors eher als Projektleiter denn als
Führungskräfte eingesetzt werden. Die Master-Absolventen werden
vermehrt als karriereorientiert, theoretisch fundiert, flexibel, jung
und praxisorientiert eingestuft. Es wird ihnen durchaus
Budgetverantwortung, auf jeden Fall Projektleitung und vermehrt auch
die Position einer Führungskraft zugeschrieben. Bei den
Einstiegsgehältern haben sich die Angaben der Unternehmen im
Vergleich zu 2008 leicht verändert. So sehen zwar mehr als die Hälfte
der Befragten das Einstiegsgehalt eines Bachelors wieder zwischen
25.000 und 30.000 Euro, doch sehen jeweils 2,04 Prozent das
Einstiegsgehalt auch bei 40.000 Euro und darüber. Bei den
Master-Absolventen zeigt sich dieses Jahr eine niedrigere Obergrenze
von 55.000 Euro. Mehr als die Hälfte der Befragten sehen aber auch
2009 beim Master-Abschluss das Einstiegsgehalt zwischen 30.000 und
40.000 Euro. Der erlebte Unterschied zwischen Absolventen von
Universitäten und Fachhochschulen im Vergleich zum Vorjahr scheint
laut Umfrage zu sinken. So gaben im Vorjahr 18 Prozent an, keinen
Unterschied zwischen FH und Uni zu sehen, 2009 sind es bereits 21
Prozent.
Daten zur Umfrage
Im Juli 2008 wurden erstmals österreichische Unternehmen von den
FHWien-Studiengängen der WKW zu den neuen Studienabschlüssen Bachelor
und Master befragt. Damals konnten bei einem Rücklauf von 55 Prozent
144 Fragebögen ausgewertet werden. Im September 2009 betrug die
Anzahl der bearbeiteten Antwortbögen 79. Auch dieses Jahr nahmen vor
allem Unternehmen aus den Branchen Sachgütererzeugung und Industrie,
Handel sowie Kredit- und Versicherungswesen teil. Die Unternehmen
haben ihren Sitz vor allem in Wien, gefolgt von Nieder- und
Oberösterreich. Mehr als die Hälfte der Unternehmen beschäftigen mehr
als 251 Mitarbeiter. An der Umfrage nahmen vor allem Mitarbeiter aus
den Personalabteilungen teil. Die Leiterinnen der Umfrage, Julia
Halwax und Martina Morell, sind Expertinnen für Personalmanagement an
den FHWien-Studiengängen der WKW. Julia Halwax ist stellvertretende
Leiterin des Instituts für Personal- und Wissensmanagement, Martina
Morell ist Fachbereichsleiterin am Institut für Unternehmensführung.
Rückfragehinweis:
FHWien-Studiengänge der WKW Mag. Isabella Tömpe Währinger Gürtel 97, 1180 Wien T: +43 (1) 476 77-5731 E-Mail: [email protected] Internet: www.fh-wien.ac.at
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