- 02.11.2009, 14:50:56
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Leitl: Neue EU-Zahlungsverkehrsregeln nützen KMU in Form rascherer Überweisungen
Österreichs Europaabgeordnete im Haus der Wirtschaft -Zahlungsverkehrsrichtlinie Beispiel für gute Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und EU-Parlament
Wien (OTS/PWK826) - Die Zahlungsverkehrsrichtlinie, die ab
sofort für Überweisungen innerhalb der EU gilt, sei ein
hervorragendes Beispiel für das gute Zusammenspiel zwischen der
Wirtschaft und dem Europäischen Parlament, sagte
Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl bei einem Treffen
zwischen österreichischen EU-Abgeordneten und Vertretern der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) heute Montag im Haus der
Wirtschaft "Die neuen Zahlungsverkehrsregeln sind ein weiterer
wichtiger Schritt zur Stärkung des Binnenmarktes sowohl für
Verbraucher als für Unternehmen - und das dank des massiven Zutuns
des EU-Parlaments", betonte Leitl, wobei er darauf hinwies, dass den
heimischen Finanzdienstleistern dadurch ein zusätzlicher Umstellungs-
und Abwicklungsaufwand entstehe.
Durch das Inkrafttreten der Zahlungsverkehrsrichtline wird die
maximale Überweisungsdauer von einer Bank zur anderen zunächst auf 4
Tage und ab 1.1.2012 auf einen Werktag beschränkt, was vor allem den
KMU nütze. Außerdem sind überwiesene Beträge dem Empfänger auf dessen
Konto unverzüglich Wert zu stellen. Die Richtlinie ist die Basis für
die Realisierung des einheitlichen europäischen
Zahlungsverkehrsraumes - kurz SEPA genannt -, durch die mittelfristig
ein einheitliches europäisches Lastschriftverfahren geschaffen werden
soll. "Dank der engen und guten Zusammenarbeit zwischen allen
Beteiligten konnte eine sinnvolle Lösung für alle erzielt werden", so
Leitl, der von einem weiteren Erfolg auf europäischer Ebene sprach.
Das Europäische Parlament sei bei der Unterstützung der Klein- und
Mittelbetriebe "ein wichtiger Partner und Mitstreiter", dem nach dem
nun absehbaren Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon richtigerweise
künftig ein noch größerer Stellenwert zukomme. Als sehr positiv
strich Leitl hervor, dass sich auch das Europäische Parlament
kürzlich für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer
ausgesprochen hat, wie sie die WKÖ und die österreichische Regierung
fordern. "Die Unterstützung des EU-Parlaments in dieser Frage ist
eine wichtige Rückendeckung für eine rot-weiß-rote Initiative, die
auch bei den EU-Regierungen immer mehr Rückhalt findet."
Ein wichtiger Partner sei das Europaparlament auch hinsichtlich
Neugestaltung der Europäischen Finanzarchitektur, wo sich Leitl für
die Errichtung einer Europäischen Ratingagentur ausspricht, und in
puncto Entschärfung der Prozyklizität von Basel II. "Wir brauchen
nicht nur für künftige Krisen eine Lösung sondern auch für die
jetzige. Die wirtschaftliche Talfahrt ist zwar zu Ende, haben wir
haben die Tücher noch nicht im Trockenen. Wenn Europa nicht handelt,
könnte die mittelständische Wirtschaft bald wieder mit einer
Kreditverknappung zu kämpfen haben", warnte der WKÖ-Präsident.
Mit dem neu gewählten EU-Parlament, dem Inkrafttreten des
Lissabon-Vertrags und dem baldigen Amtsantritt einer neuen Kommission
habe Europa nun das Rüstzeug, um Herausforderungen wie die
Bewältigung der Wirtschaftskrise gut zu meistern. Die österreichische
Wirtschaft verstehe sich dabei als Partner und Unterstützer, so Leitl
abschließend. (SR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Stabsabteilung EU-Koordination MMag. Christian Mandl T: 05 90 900-4316 E: [email protected] Wirtschaftskammer Österreich Abteilung für Finanz- und Handelspolitik Dr. Ralf Kronberger T: 05 90 900-4267 E: [email protected]
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