- 30.10.2009, 12:57:41
- /
- OTS0211 OTW0211
Wissenschaftsminister Hahn lädt zu Hochschul-Dialog: Alle Hochschulpartner/innen an einen Tisch
Hahn aktiviert Reserve für Ausnahmesituation - stellt 34 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung - "jeder Euro muss bei Studierenden in den Hörsälen ankommen"
Wien (OTS) - "In Österreich fehlt offensichtlich ein breiter
gesellschaftlicher Grundkonsens über die Rolle unserer Universitäten
und Hochschulen", schließt Wissenschaftsminister Johannes Hahn aus
der Diskussion in den vergangenen Tagen sowie den Gesprächen mit
Rektoren und der Österreichischen Hochschüler/innen/schaft.
"Wenn Österreich sein System der Universitäten weiterentwickeln will,
braucht es zuvor einen solchen gesellschaftlichen Grundkonsens.
Daher: Ich möchte alle Hochschulpartner an einem Tisch", so Hahn. Der
Wissenschaftsminister lädt den Koalitionspartner ein, gemeinsam rasch
einen "Hochschul-Dialog" einzuberufen. Teilnehmen sollen alle
gesellschaftlichen Gruppen, die am Hochschulsystem beteiligt sind:
Die Österreichische Hochschüler/innen/schaft, Studierende,
Vertreter/innen der Universitäten und Hochschulen,
Sozialpartner/innen sowie Vertreter/innen der Regierung. Der "Dialog
für eine neue Hochschulpartnerschaft" soll innerhalb der nächsten
Wochen stattfinden und "ist der erste sichtbare Schritt, des von mir
im Sommer begonnenen Projekts des österreichischen Hochschulraums",
so Hahn.
Neben dem "Hochschul-Dialog" wird Wissenschaftsminister Hahn die im
Budget des Wissenschaftsministeriums vorgesehene Reserve für
Ausnahmesituationen aktivieren, um den betroffenen Universitäten die
Bewältigung dieser zu Semesterbeginn aufgetretenen Ausnahmesituation
zu ermöglichen. "Aus mehreren Gründen drohen im heurigen Semester an
einigen Universitäten unvertretbare Studienbedingungen. Vor dieser
Ausnahmesituation verschließe ich als Wissenschaftsminister nicht die
Augen", so Hahn.
Das heißt: Den Universitäten werden für das kommende Jahr zusätzlich
34 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit werden jene Mittel
verdoppelt, die die Universitäten heuer und im kommenden Jahr aus dem
Konjunkturpaket zwei erhalten. "Insgesamt liegen wir dann bei 68
Millionen Euro für die Verbesserung der Rahmenbedingungen an den
Unis", betont Hahn.
Ziel der Sondermittel: "Jeder Euro der Reserve muss bei den
Studierenden in den Hörsälen ankommen. Jeder Euro muss spürbar die
Qualität der Lehre an den betroffenen Universitäten heben." Um das
sicherzustellen, werden die Rektoren der betreffenden Universitäten
und die jeweiligen Hochschüler/innen/schaften eingeladen gemeinsam zu
klären, in welche notwendigen Maßnahmen die 34 Millionen Euro aus der
Reserve fließen sollen.
Klar ist für den Minister: "Dieses Geld löst nicht die Grundfragen an
den Universitäten - das kann nur im Rahmen eines gesellschaftlichen
Grundkonsenses geschehen. Das Geld soll ermöglichen, die akute
Situation zu lindern. Ich möchte dort investieren wo akut nötig, und
zwar mit einer klaren Zielsetzung."
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Pressebüro
Tel.: +43/1/53120-9007
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWF






