- 29.10.2009, 14:07:28
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Darabos sieht Kroatien auf gutem Weg in Richtung Europäische Union
Treffen mit Kroatiens Staatspräsident Stipe Mesic in Zagreb
Wien (OTS/BMLVS) - Verteidigungs- und Sportminister Norbert
Darabos traf heute, Donnerstag, mit dem Präsidenten der Kroatischen
Republik, Stjepan Mesic, zu einem Arbeitsgespräch in Zagreb zusammen.
Mesic hob dabei die ausgezeichneten Beziehungen zu Österreich hervor.
Schwerpunkte des Arbeitsgespräches waren die noch offene Grenzfrage
zwischen Kroatien und Slowenien, die sicherheitspolitische
Entwicklung in Südosteuropa und der Status der Beitrittsverhandlungen
zur Europäischen Union. Darabos versicherte Präsident Mesic, dass
"Österreich den positiven Abschluss der Beitrittsverhandlungen zum
frühest möglichen Zeitpunkt unterstützen wird." Der Abschluss der
noch ausstehenden Kapitel im Jahr 2010 sei absolut im Interesse
Österreichs, so der Minister nach dem Treffen. Die
EU-Beitrittsperspektive stelle für die Länder Südosteuropas die
wichtigste Grundlage für Stabilität in der Region dar und bilde das
wichtigste Element für den in den letzten Jahren erzielten
Fortschritt, sagte der Verteidigungsminister. "Kroatien hat bereits
viele notwendige Reformen umgesetzt und große Fortschritte erzielt,
darf aber in seinen Anstrengungen nicht nachlassen. In so wichtigen
Bereichen wie Justizwesen oder Bekämpfung von Korruption und
Kriminalität muss noch einiges getan werden", stellte der Minister
fest. Die Europäische Union und Kroatien seien beide gemeinsam
gefordert, die letzte Phase der Beitrittsverhandlungen zu erreichen,
so der Burgenland-Kroate Darabos.
Darabos bekräftigte, dass "der Westbalkan Schwerpunkt der
österreichischen Außen- und Sicherheitspolitik bleibt." Österreich
sei bestrebt, auch weiterhin seine militärische Präsenz im Rahmen der
Friedensmissionen im Kosovo und in Bosnien anteilsmäßig auf hohem
Niveau aufrechtzuerhalten. "Wir dürfen die Region nicht aus den Augen
verlieren", sagte Darabos, der sich auf Ebene der
EU-Verteidigungsminister mehrmals vehement gegen einseitige Rückzüge
und eine "Selbstauflösung" der EUFOR-Mission in Bosnien
ausgesprochen hat. "Wir haben als Europäische Union die Mission
gemeinsam begonnen und müssen diese auch gemeinsam beenden, wenn die
Zeit dafür reif ist", so der Minister.
Bereits am Mittwochabend sprach Darabos in seiner Funktion als
Sportminister mit seinem Amtskollegen Radovan Fuchs. Die Themen des
Arbeitsgespräches waren die Anti-Doping-Politik und die
Sportförderung. Fuchs zeigte sich sehr an der Spitzensportförderung
durch das Österreichische Bundesheer interessiert. Darabos wiederum
zeigte großes Interesse an der Nachwuchsförderung im kroatischen
Sport, die schwerpunktmäßig beim Schulsport ansetzt.
Heute Nachmittag reist Darabos nach Montenegro weiter, wo er u.a.
mit Ministerpräsident Milo Djukanovic und Verteidigungsminister Boro
Vucinic zusammentrifft. Darabos wird in Montenegro auch eine
Alpinausbildungsanlage eröffnen, die mit großer Unterstützung des
Österreichischen Bundesheeres aufgebaut worden ist.
Das Ziel der Südosteuropa-Reise ist die Stärkung der bilateralen
Beziehungen in der Region. Südosteuropa ist das Schwerpunktgebiet der
österreichischen Außen- und Sicherheitspolitik.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Mag. Stefan Hirsch, Pressesprecher des Bundesministers
Tel.: 050201-1020145
mailto:[email protected]
http://www.bundesheer.at
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