- 29.10.2009, 11:22:24
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ÖAMTC: Konsumenten haben ein Recht darauf zu wissen, wie Spritpreise gebildet werden
Club begrüßt laufende Initiative der Bundeswettbewerbsbehörde für mehr Transparenz
Wien (OTS) - Was läuft eigentlich auf den Spotmärkten? Und wer hat
das Ruder in der Hand? Schon lange fordert der ÖAMTC, dass die
Transparenz auf dem Kraftstoffmarkt dringend erhöht werden muss und
hat dazu auch einige Maßnahmen ausgearbeitet. "Umso erfreulicher ist
es, dass sich die Bundeswettbewerbsbehörde derzeit mit dem
Zustandekommen der sogenannten Spotmarktpreise für Benzin und Diesel
intensiv auseinandersetzt. Und dabei auch auf die Vorschläge des
ÖAMTC zurückgreift", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth
Brandau. Nach Angaben der Mineralölwirtschaft basiert die
Preisgestaltung an Österreichs Tankstellen seit vielen Jahren auf der
Preisentwicklung an den Spotmärkten. "Bislang wurden diese Verweise
auf geänderte Spotmarktpreise als Preisbegründung kaum hinterfragt",
merkt die ÖAMTC-Expertin an. Tatsache ist, dass es sich bei diesen
Notierungen um die Ergebnisse einer Art "Börse" handelt. Deren
Zustandekommen ist für die Konsumenten völlig undurchsichtig. Die
Notierungen selbst, die gegen Entgelt erworben werden können, dürfen
außerdem nicht publiziert werden. Die Beantwortung folgender
ÖAMTC-Fragen könnten einiges erhellen:
* Aus wie vielen Preismeldungen wie vieler Marktteilnehmer setzt sich
die jeweilige Tagesnotierung zusammen?
* Handelt es sich dabei um einen "Überschussmarkt" oder um regulären
Handel?
* Warum wird die Erstellung der Notierungen einem Unternehmen
überlassen, das in keiner Weise verpflichtet wird, die Daten zu
publizieren?
* Warum werden die Notierungen nicht so publiziert, dass die
Konsumenten die Veränderungen nachvollziehen können?
"Ist dieses System tatsächlich so fair und plausibel, wie
behauptet wird, dann besteht kein Grund dafür, es für die Konsumenten
nicht auch transparent darzustellen", sagt die ÖAMTC-Expertin.
Zusätzlich zur derzeit laufenden Initiative der
Bundeswettbewerbsbehörde hat der ÖAMTC sich für eine EU-weite
Untersuchung des Kraftstoffmarktes mit dem Schwerpunkt "Spotmärkte"
eingesetzt. Die EU-Kommission hat diese bereits in Aussicht gestellt.
Auf nationaler Ebene könnten die Mineralölfirmen mit ein wenig gutem
Willen konsumentenfreundlicher agieren und selbst dazu beitragen, die
Überschaubarkeit der Preisauszeichnung für die Autofahrer zu erhöhen.
"Der ÖAMTC tritt weiterhin für eine einheitliche Reihung der
Produktsorten und die gleiche Schriftgröße aller Dezimalstellen an
den Anzeigetafeln der Tankstellen ein", nennt Brandau abschließend
zwei Beispiele.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Eva Käßmayer, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, mailto:[email protected], http://www.oeamtc.at
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