• 28.10.2009, 12:23:11
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KiK-Gründer verteidigt Niedrigstpreise im NEWS-Exklusivinterview

Stefan Heinig gesteht Fehler ein und will Öffentlichkeitsscheu ablegen.

Wien (OTS) - Der als äußerst öffentlichkeitsscheu geltende Gründer
der Textilhandelskette KiK, Stefan Heinig, verteidigt nach jüngsten
Vorwürfen von Gewerkschaftsvertretern und Menschenrechtsaktivisten
in einem Exklusivinterview mit dem Nachrichtenmagazin NEWS, das in
der morgigen Ausgabe erscheint, seine Niedrigstpreispolitik und die
damit zusammenhängenden Produktions- und Arbeitsbedingungen.
Angesprochen auf Querelen bei der Gründung eines Betriebsrates in der
Österreich-Tochter von KiK gab sich Heinig selbstkritisch: " Wir
haben Fehler gemacht, keine Frage. Wichtig ist, dass man sich Fehler
auch eingestehen kann und daran arbeitet", so der KiK-Chef im
NEWS-Interview.

Zu den angeblichen 49.000 illegalen Bonitätsprüfungen bei KiK in
Deutschland wollte sich Heinig unter Hinweis auf ein schwebendes
Verfahren im NEWS-Interview nicht näher Äußern. "Nur soviel: KiK
Österreich ist hiervon nicht betroffen. Es gab also zu keiner Zeit
Abfragen über österreichische Mitarbeiter", bekräftigt Heinisch
gegenüber NEWS.

Als großes Anliegen betonte Heinig, der immer wieder wegen der
Arbeitsbedingungen seiner Lieferanten in Fernost kritisiert wird, im
NEWS-Gespräch den 2006 eingeführten Verhaltenskodex für
KiK-Lieferanten. "Der Kodex regelt die Einhaltung der sozialen
Mindeststandards in unseren Produktionsländern, deren Einhaltung auch
streng kontrolliert wird. Auf Schwierigkeiten stoßen wir nach wie vor
bei der Sensibilisierung der Fabrikbesitzer, sich stärker um die
Einhaltung sozialer Mindeststandards zu kümmern. Wir übernehmen
Verantwortung im Rahmen unserer Möglichkeiten, aber wir können nicht
Richter über die Sozialgesetze und das Arbeitsrecht in Fernost
spielen", so Heinig in NEWS.

Der Firmenchef, von dem keine zehn Interviews und ein Pressefoto
bekannt sind, betonte im NEWS-Interview, seine Öffentlichkeitsscheu
ablegen zu wollen: " KiK hat nach Jahren des Wachstums eine Größe
erreicht, bei der ich mich nicht mehr nur um die Entwicklung des
Unternehmens, sondern eben auch um die Außendarstellung kümmern muss.
KiK wird deshalb noch offener werden, wir haben ja nichts zu
verbergen", so Heinig zu NEWS.

Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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