- 28.10.2009, 09:45:23
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Schmied: Innovation für wirtschaftlichen Erfolg essentiell
Wien (OTS/SK) - "Für den wirtschaftlichen Erfolg eines
Unternehmens ist es essentiell, auf Innovation zu setzen", betonte
Bildungsministerin Claudia Schmied während einer Diskussionsrunde
anlässlich des vom jungen Wirtschaftsverband veranstalteten
KMU-Gipfels für Kleinunternehmen am Dienstagabend. "Nicht nur im
Bereich der angewandten Forschung, sondern auch entlang aller
Produktionsstufen im Unternehmen ist Innovation und Kreativität
wichtig", erklärte Schmied. Die Verankerung von Innovation und
Veränderungsbereitschaft im Bereich des öffentlichen Sektors gestalte
sich manchmal schwierig, so Schmied, die jedoch darauf aufmerksam
machte: "Im öffentlichen Sektor kann man es sich nicht leisten, ohne
Innovation zu arbeiten, denn das öffentliche Angebot wird sonst
schlechter und ineffizienter." ****
Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren radikal verändert.
Beispielsweise sind 54 Prozent der Unternehmen in Wien
Ein-Personen-Unternehmen. Viele wechseln wegen prekärer
Beschäftigungsverhältnisse von der Unselbstständigkeit in die
Selbständigkeit und rutschen in vielen Fällen sogar in die
Arbeitslosigkeit. "Mit Förderprogrammen lösen wir das Problem nicht",
erklärte Schmied. Aus diesem Grund wurde mit dem Sozialministerium
eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit der Ausarbeitung von
passenden Rahmenbedingungen beschäftigt.
Talente und Begabungen stärker fördern
In der thematisch breit gestreuten Diskussion wurden ebenfalls
Themen wie die Modernisierung der Schulen oder die Förderung von
Kunst und Kultur angesprochen. "Die Schule muss sich an die
Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts anpassen", stellte Schmied klar,
die auch erklärte: "Neben dem Fachwissen müssen wir viel stärker auf
soziale und kulturelle Kompetenzen setzen." Um Kreativität möglich zu
machen, müsse man den Kindern einerseits Mut und Zuversicht
vermitteln, anderseits gehören Talente und Begabungen stärker
gefördert. Darum hat sich die Bildungsministerin zum Ziel gesetzt,
dass jede Schule Partnerschaften und Kooperationen mit Kunst- und
Kultureinrichtungen eingehen soll. Ein weiteres Ziel der
Bildungsministerin ist, durch die Schule BürgerInnen mit
Selbstvertrauen und Mut zu gewinnen, aber auch bei den LehrerInnen
Veränderungen herbeizuführen. Dazu beitragen werde, die Neugestaltung
der LehrerInnenausbildung sowie ein leistungsorientiertes Besoldungs-
und Dienstrecht.
Durch Flexibilität und Kreativität schneller reagieren
Auch der Präsident des Wirtschaftsverbandes, LAbg. und GR Fritz
Strobl, nahm an der Diskussionsrunde teil und erklärte, "die Menschen
werden immer kreativer, wollen sich verwirklichen und nicht in einem
Konzern täglich die gleiche Arbeit machen". Durch Flexibilität und
Kreativität können kleine Betriebe schneller reagieren. Dies zwinge,
so Strobl, auch die größeren Unternehmen zu Reaktionen und münde in
ein positives Miteinander. In den letzten Jahren gab es in Wien 8.000
neue Unternehmensgründungen. "Es ist wichtig, die Klein- und
Mittelbetriebe sowie Ein-Personen-Unternehmen zu unterstützen und
ihnen somit eine lange Lebensdauer zu ermöglichen", betonte Strobl.
(Schluss) ab
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