• 24.10.2009, 21:02:03
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ÖSTERREICH: Josef Pröll im Interview: "Nebengeräusche sind nicht optimal"

Vizekanzler sieht Chancen für gutes EU-Ressort weiter aufrecht

Wien (OTS) - VP-Chef und Vizekanzler Josef Pröll nimmt im
Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntag-Ausgabe)
ausführlich zum Streit um die Entsendung eines österreichischen
EU-Kommissars Stellung. "Die Chance für ein gutes Ressort für
Österreich ist aufrecht. Allerdings: Mir wäre eine sachlichere
Behandlung des Themas lieber gewesen. Optimal waren die vielen
Nebengeräusche sicher nicht. Die Menschen fragen sich ja, ob wir in
diesen Tagen keine anderen Sorgen haben. Die Menschen haben genug von
solchen Spielchen. Mein Appell: Zurück zu den Themen, um die es
wirklich geht", so Pröll.

Beim Geheimtreffen Pröll/Faymann vergangenen Freitagnachmittag
soll es zu keiner Lösung gekommen sein. Pröll: "Wie viele andere
Treffen hat es auch dieses gegeben. Wir haben vieles besprochen. Die
Kommissarsfrage aber nicht entschieden. Ich halte mich an die
Vertraulichkeit."

Zum Streitpunkt Transferkonto sagt Pröll im ÖSTERREICH-Interview:
"Ich habe in meiner Verantwortung als Finanzminister darauf
aufmerksam gemacht, dass es bei den Pensionen zur Kostenexplosion
kommt, wenn wir nicht handeln. Der Sozialminister hat ein
Millionen-Loch bei den Pensionen bestätigt. Wir dürfen den Menschen
nicht Sand in die Augen streuen. Das würde ich für den wirklichen
Vertrauensbruch halten."

Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]

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