- 23.10.2009, 12:43:27
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ÖAMTC: Spritpreise - Abendstund hat Gold im Mund
Tankstellentour zeigt - Kraftstoff ist am Tagesende bis zu sieben Cent billiger
Wien (OTS) - Einen ganzen Tag lang war der ÖAMTC unterwegs, um an
elf Tankstellen in Wien und Niederösterreich sowie an sechs
Tankstellen in Salzburg stichprobenartig die Preisentwicklung zu
dokumentieren. "Die aktuelle Spritpreispolitik der Tankstellen ist
bereits hinlänglich bekannt", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin
Elisabeth Brandau. "Morgens mit einem hohen Preis einsteigen, damit
er untertags sukzessive gesenkt und dem Mitbewerb angepasst werden
kann." Das Preismonitoring des ÖAMTC hat diese Praxis bestätigt und
die ganze Tragweite an den Tag gebracht: Preiskorrekturen von mehr
als drei Cent sind durchaus üblich, Spitzenwerte von bis zu sieben
Cent möglich.
"Sowohl bei Diesel als auch bei Benzin wurden die Preise in der
Früh eher hoch, nämlich bis zu fünf Cent höher als am Vorabend,
angesetzt", erläutert Brandau. "Offensichtlich will man sich für
Preissenkungen genügend Spielraum lassen." Im Schnitt senkten die
Wiener Tankstellen ihre Preise bei Super und Diesel um etwa drei
Cent. "Die Tankstellen in Salzburg senkten ihren Preis bei Diesel
durchschnittlich um über drei Cent und bei Super im Schnitt um vier
Cent. Eine Tankstelle senkte ihre Preise sogar um beachtliche sieben
Cent", berichtet die ÖAMTC-Expertin. Trotzdem war diese Tankstelle am
Tagesende noch immer die teuerste, was der Preiskalkulation des
Konzerns kein gutes Zeugnis ausstellt.
"Wer abends tankt, tankt günstiger", lautet das Fazit der
ÖAMTC-Expertin. Das beherzigen laut einer ÖAMTC-Studie bereits sechs
von zehn Österreichern. Überhaupt am günstigsten fährt, wer abends am
Wochenbeginn tankt.
Klassisches Ost-West-Gefälle nicht mehr vorhanden
Im Beobachtungszeitraum unverändert ließen ihre Preise nur je eine
Tankstelle in Wien und eine in Salzburg. "Was die beiden jedoch
unterscheidet, ist die Tatsache, dass die Salzburger Tankstelle
abends immer noch zu den billigsten zählte, wohingegen die Wiener
Tankstelle gleichbleibend teuer war", erläutert die ÖAMTC-Expertin.
"Das Beispiel aus Salzburg steht für eine Preispolitik, die der Club
seit geraumer Zeit einfordert - eine faire Preiskalkulation, die kein
Nachbessern nötig macht."
Das klassische Ost-West-Gefälle bei den Kraftstoffpreisen gibt es
nicht mehr. "Seit in Salzburg ein Diskonter ausgezogen ist, um hohen
Spritpreisen den Kampf anzusagen, sind die Preise tatsächlich auch
rings um dessen Standorte konstant niedrig", berichtet Brandau.
Vereinheitlichte Preisauszeichnung weiterhin überfällig
Deutlich wurde durch dieses ÖAMTC-Monitoring auch wieder, dass
eine vereinheitlichte Preisauszeichnung weiterhin überfällig ist.
"Unterschiedliche Schriftgrößen der Dezimalstellen und eine
wechselnde Reihenfolge der Produkte bei der Preisauszeichnung machen
einen objektiven Vergleich 'im Vorbeifahren' de facto nach wie vor
unmöglich", kritisiert die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin. Eine
einheitliche Reihung von Diesel, Superbenzin und Normalbenzin auf den
Anzeigetafeln würde den Kraftfahrern Preisvergleiche erheblich
erleichtern. Der ÖAMTC wird daher nicht müde werden, auch weiterhin
für eine Vereinheitlichung der Preisauszeichnung einzutreten.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Ralph Schüller, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, mailto:[email protected], http://www.oeamtc.at
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