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Proteste gegen Bachelor/Master

Studierende und Lehrende der Akademie der bildenden Künste Wien protestierten frühmorgens am 22.Oktober während der Leistungsvereinbarungsverhandlungen vor dem BMWF.

Wien (OTS) - Die Universitäts-Rektoren müssen per Gesetz bis zum
31. Dezember eine budgetäre Einigung für die folgenden drei Jahre mit dem BMWF treffen. Die politische Agenda Minister Hahns bis 2010 flächendeckend das Bachelor-Master-Modell umzusetzen führt zunehmend zu Widerstand aus den Universitäten.

Rektor Schmidt-Wulffen geriet in den letzten Tagen zunehmend unter Druck. Seit Dienstag wird die Akademie der bildenden Künste von Universitätsangehörigen besetzt. Sie fordern die Freiheit, Lehre und Forschung, Wissenschaft und Kunst an den Universitäten selbstbestimmt definieren zu dürfen und bestehen auf den Diplomstudiengang in der der bildenden Kunst.

Die Studierenden wollen sich nicht von den Creative Industries vereinnahmen lassen. Eine berufsorientierte Ausbildung für Künstler sei schlicht absurd. Werden die Forderungen von Lehrenden und Studierenden im Rahmen der Verhandlungen nicht umgesetzt, folgen weitere Aktionen. Die Verhandlungen können noch bis zum Jahresende andauern.

Die heutigen Proteste richteten sich grundsätzlich gegen die Art, wie gesellschaftspolitische, insbesondere bildungspolitische Entscheidungen getroffen werden. Die Protestierenden reklamierten ihre Anwesenheit im Rahmen der Budget-Verhandlungen "Hinter verschlossenen Türen verhandeln die Bonzen über die Zukunft von Menschen, ohne Ihnen die Gelegenheit zu geben sich dabei einzubringen!" meint eine Studentin.

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