• 22.10.2009, 11:42:31
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Winterzeit: Wer dreht an 3.500 ÖBB-Uhren?

Wien (OTS) - In der Nacht zum Sonntag werden die Uhren um eine
Stunde zurückgestellt. Was heißt dieses Drehen an der Zeit für den
Bahnbetrieb? Neun Nachtzüge halten an einem geeigneten Bahnhof
entlang der Reisestrecke, um dann wieder zur richtigen, im Fahrplan
vorgesehen Zeit am Ziel anzukommen. 3.500 Uhren müssen umgestellt,
PCs, Server und Rechner synchronisiert werden.***

650 Uhrenzentralen
Die ÖBB haben österreichweit rund 650 Uhrenzentralen. Jede dieser
Zentralen steuert eine Vielzahl an Nebenuhren, insgesamt sind dies
3.600 Uhren. Alle von der Uhrenzentrale gesteuerten Nebenuhren
bleiben für die Zeitumstellung um Punkt 3:00 Uhr stehen. Dann
erhalten sie genaue eine Stunde lang keine weiteren Impulse und
werden somit um eine Stunde angehalten. Erst danach erfolgt wieder
die sekundengenaue Uhrensteuerung.

"Dieser Prozess erfolgt automatisch, die Uhr weiß, dass die
Zeitumstellung kommt," so Ing. Josef Kautschitz, ÖBB-Infrastruktur
AG. "Unsere Systeme sind doppelt abgesichert. Durch das
Synchronisierungssignal und zusätzlich durch die Programmierung in
der Uhr selbst, welche durch unsere Mitarbeiter, die hier
erstklassige Arbeit leisten, durchgeführt wird."

Synchronisation mit Funkuhr, Satellit und NTP
Damit alle 650 Hauptuhrenzentralen mit der genauesten Uhrzeit laufen
ist eine Synchronisation erforderlich. Die ÖBB-Hauptuhrenzentralen
werden mit dem DCF-Signal des Langwellen-Senders der Funkuhr in
Mainflingen synchronisiert. In Gebieten mit schlechtem Empfang des
Langwellensignales wird die Synchronisation über einen Satelliten und
GPS-Signal durchgeführt.

Sowohl das Signal der Funkuhr Mainflingen als auch das GPS-Signal
enthalten die Informationen zur Zeitumstellung. Eine weitere
Synchronisationsmöglichkeit ist die Zeitsynchronisation über ein
NTP-Protokoll. (Network Time Protokoll). Dazu betreiben die ÖBB in
ihren Datennetzen zwei redundante NTP-Server. Über dieses
NTP-Protokoll synchronisieren sich PCs, Anlagenrechner und Server.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Mit rund 42.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,8
Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des
Landes. Im Jahr 2008 wurden von den ÖBB 456 Mio. Fahrgäste und 98,5
Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des
Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Rückfragehinweis:
Dr. Verena Radlingmayr
Pressesprecherin Infrastruktur
ÖBB-Holding AG
Tel.: +43 1 93000 44089
E-Mail: [email protected]

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