• 22.10.2009, 10:21:56
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MA 22: Wissenschaftlicher Förderpreis 2009 vergeben

Auszeichnung für 17 WissenschafterInnen für ihre innovativen Arbeiten zum Umweltschutz

Wien (OTS) - Bereits zum zwölften Mal zeichnete die Wiener
Umweltschutzabteilung - MA 22 heuer WissenschafterInnen für
herausragende Arbeiten zu umweltrelevanten Themen aus. Bei den
eingereichten Arbeiten handelt es sich um Diplomarbeiten und
Dissertationen, die für den Umweltschutz in Wien von Interesse sind.

17 WissenschafterInnen ausgezeichnet

17 WissenschafterInnen erhielten dieses Jahr den
Wissenschaftlichen Förderpreis der MA 22, der auch von den Wiener
Wasserwerken (MA 31) mit dem "Sonderpreis Wasser" unterstützt wird.
Mit der Vergabe des jährlich ausgeschriebenen Förderpreises will die
Wiener Umweltschutzabteilung den Austausch zwischen jungen
WissenschafterInnen und AkteurInnen der Stadt Wien stärken. Die
Preisverleihung erfolgte im Rahmen einer festlichen
Abendveranstaltung gestern Abend im Media Tower Wien. Gemeinderat
Erich Valentin, Vorsitzender des Umweltausschusses des Wiener
Gemeinderates, Dr. Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener
Umweltschutzabteilung und DI Hans Sailer, Leiter der Wiener
Wasserwerke (MA 31) überreichten die Urkunden und Preisgelder von
jeweils 588 Euro. Als Ehrengäste gratulierten Dr. Lothar Matzenauer,
Vizerektor der Universität für Bodenkultur Wien und Dr. Stefan
Schleicher, Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel.

"Die Partnerschaft der Stadt Wien mit der Wissenschaft ist
unverzichtbar für optimiertes Handeln auf dem Gebiet des
Umweltschutzes. Wissenschaft und Politik sind näher
aneinandergerückt, nur gemeinsam lassen sich Lösungen für anstehende
globale Herausforderungen finden. Eine starke Umweltpolitik ist in
Zeiten des Klimawandels und knapp werdender Ressourcen zu einer
Überlebensfrage geworden", so Gemeinderat Erich Valentin.

"Die Bandbreite und Qualität der eingereichten Arbeiten
bestätigen uns, dass die Einrichtung dieses Preises sinnvoll und
wichtig ist. Immer mehr angehende junge Wissenschafterinnen und
Wissenschafter aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen reichen
ihre Arbeiten bei uns ein. Das zeigt uns, dass es im ökologischen
Bereich große Nachwuchshoffnungen unter den jungen
WissenschafterInnen gibt", so Dr. Karin Büchl-Krammerstätter,
Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung.

"Wasser ist eine ökologisch hochsensible Ressource. Die Stadt
Wien unternimmt alles, um das lebensnotwendige Gut Wasser keiner
Gefährdung auszusetzen und um die hohe Qualität des Wiener Wassers
auch für zukünftige Generationen zu erhalten. Die Wissenschaft
liefert uns zur Entwicklung unserer Maßnahmen die dafür notwendigen
Grundlagen", so der Leiter der Wiener Wasserwerke DI Hans Sailer.

Die prämierten Studien: Drei Beispiele

Auswirkungen des Klimawandels und ökologische und ökonomische
Handlungsalternativen, Wiener Trinkwasser, Natur- und Artenschutz in
der Stadt, Weiterentwicklung von Umweltmanagementsystemen - auch
heuer wieder waren herausragende Arbeiten aus verschiedensten
universitären Fachrichtungen vertreten. Der "Sonderpreis Wasser"
wurde von den Wiener Wasserwerken aufgrund der Qualität der
eingereichten Arbeiten heuer gleich an drei Studien vergeben.

Studie "Quantitative Bewertung von fäkalen Verunreinigungen in
alpinen Quelleinzugsgebieten"

Um die Qualität des berühmten Wiener Wassers sicherzustellen,
beobachten die Wiener Wasserwerke regelmäßig alle potenziellen und
realen Einflüsse in den Quellgebieten. Eine mit dem "Sonderpreis
Wasser" ausgezeichnete Arbeit zeigt neue Wege einer quantitativen
Beurteilung von bestimmten mikrobiologischen Qualitätsfaktoren. Die
Studie wurde von einem Absolventen der TU Wien erstellt. Die
Ergebnisse der Arbeit liefern entscheidende Grundlagen, um Risiken
aus dem Bereich unterschiedlichster fäkaler Verunreinigungen besser
einschätzen und bewerten zu können.

Studie "Telemetrische Erfassung von Fledermausquartieren im
dicht bebauten Stadtgebiet Wiens"

Fledermäuse - eine streng geschützte Tierart - leben auch im
dicht bebauten Stadtgebiet von Wien. 21 (von 26 in Österreich)
vorkommenden Fledermausarten zeigen in Wien hohe Aktivität. Um ein
zeitgemäßes Management-Konzept für die in Wien beheimateten
Fledermausarten erstellen zu können, muss man über die Anforderungen
dieser Tiere an ihren Lebensraum Bescheid wissen. Für die vorliegende
ausgezeichnete Studie einer Absolventin der Universität Wien wurden
30 Tiere sechs verschiedener Arten mit Sendern versehen und so ihre
Lebensgewohnheiten erforscht. Es zeigte sich, dass die nachtaktiven
Säuger am liebsten in Gebäuderitzen und Baumhöhlen Quartier beziehen.
Innerstädtische Begrünung oder das Belassen alter Baumbestände
erleichtern Nahrungs- und Herbergssuche der kleinen Insektenjäger.
Für die Weiterentwicklung von bereits bestehenden Schutzprogrammen
und einem Management-Konzept zur Förderung der Fledermaus in Wien
liefert diese Studie den NaturschutzexpertInnen der Stadt Wien eine
wertvolle wissenschaftliche Grundlage.

Studie "Vegetationsverhalten auf Schotterrasenparkplatzflächen
aus Baustoffrecyclingmaterial"

Vorliegende Arbeit zur Begrünung von Schotterrasenflächen deckt,
so die Begründung der Jury, gleich mehrere Umweltschutzaspekte der
Großstadt ab. Unter Schotterrasenflächen versteht man mit Schotter
befestigte und mit Gräsern und Kräutern begrünte Verkehrsflächen, die
vor allem für wenig befahrene Straßenräume oder Parkplätze geeignet
sind. Im Gegensatz zur Bodenversiegelung durch Asphalt und Beton
erlauben Schotterrasen die flächenhafte Versickerung von
Niederschlägen. Dadurch wird das Kanalsystem entlastet und die
Grundwassererneuerung gefördert. Thema der vorliegenden Diplomarbeit
einer Absolventin der BOKU Wien ist die Optimierung einer
Saatgutmischung für eine optimale Vegetationsbedeckung und die
Bedeutung von Baustoffrecyclingmaterial als Wuchsgrundlage.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) red

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Dr. Mathilde Urban 
   Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22
   Bereich Kommunikation, Personal und Internationales 
   Telefon: 01 4000-73422 
   Mobil: 0676 8118 73422 
   E-Mail: [email protected] 
   www.umweltschutz.wien.at

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