OTS0186 / 21.10.2009 / 13:17 / Channel: Politik / Aussender: Grüner Klub im Parlament
Stichworte: Grüne / Grünewald / Hahn / Politik / Regierung / Universität / Wissenschaft


Grünewald: Krisengipfel der Rektoren mit Hahn längst überfällig

Utl.: Grüne fordern parteienübergreifende Gespräche zur Zukunft der Universitäten =


   Wien (OTS) - "Das morgige Treffen der Rektoren mit Bundesminister
Hahn war längst überfällig", meint der Wissenschaftssprecher der
Grünen, Kurt Grünewald. Erneute kurzfristige kosmetische Korrekturen
und Feuerwehraktionen wären aber zu wenig. Eine Hochschulpolitik die
immer wieder von Konkurrenz, Wettbewerb, Rankings, Elite und
Exzellenzinstituten spricht, dann aber nur von einer Notverordnung
zur nächsten kommt und dieses ´Spiel´ Jahr für Jahr wiederholt, kann
kein Wegweiser in die Zukunft sein", so Grünewald, der
parteienübergreifende Gespräche über die Zukunft der Universitäten
fordert.
"Wenn auch die Taktik verständlich ist, zumindest die eigene
Universität durch die Klippen des Budgets zu steuern, wird es
notwenig sein, sich auf gemeinsame Ziele und Aufgaben aller
Universitäten in Lehre und Forschung zu einigen. Die gegenwärtige
Wirtschafts- und Finanzkrise darf nicht zur Ausrede für Stagnation
und Sparpakete werden. Forschung und Bildung sind ein nachhaltiger
Motor der Entwicklung und des Wohlstands und tragen hohe Renditen",
erklärt Grünewald, der sich von den Rektoren hier "ein geschlossenes
Vorgehen und ein Bekenntnis erwartet, dass tertiäre Bildung breiteren
Bevölkerungsschichten als bisher geöffnet werden muss." Allerdings
muss dabei die Qualität der Ausbildung  durch Vermehrung der
Ressourcen nachhaltig garantiert werden. "Es wird Aufgabe der
Rektoren sein, hier einen verbindlichen Stufenplan mit dem
Ministerium zu vereinbaren", fordert Grünewald.
"Die Hochschulpolitik ist derzeit überwiegend defensiv und auf die
Verhinderung noch größeren Übels abgestellt. Zukunftweisende Konzepte
und langfristige Strategien fehlen weitgehend oder liegen lediglich
in Schublanden. Studierwilligen zu vermitteln, sie seinen eine
Bedrohung für die Universitäten, bietet der Öffentlichkeit ein
katastrophales Bild", so Grünewald.
Rückfragehinweis:
   Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at
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OTS0186    2009-10-21/13:17
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