- 20.10.2009, 11:21:13
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Internationale Rotkreuz-Studie: Jugendliche am stärksten betroffen
Humanitäre Auswirkungen der Wirtschaftskrise
Wien/Brüssel (Rotes Kreuz) - Die Wirtschaftskrise schafft neue
Gruppen von Hilfsbedürftigen. "In Europa trifft die Wirtschaftskrise
Jugendliche, die keinen Job finden und den Mittelstand am härtesten.
Das zeigt die neue Rotkreuz-Studie, die Daten aus 40 europäischen
Ländern auswertet", sagt Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des
Österreichischen Roten Kreuzes, anlässlich der heutigen
Studien-Präsentation in Brüssel.
Von Island über Schweden bis Ungarn und Kirgisistan: In ganz Europa
und Zentralasien berichten Rotkreuz-Gesellschaften über eine
steigende Zahl von hilfsbedürftigen Menschen.
"In Österreich sind heuer um ein Drittel mehr Männer und Frauen zur
Rotkreuz-Spontanhilfe gekommen. Sie können Heizkostenrechnungen,
Kosten für Ausbildungen, Miete oder dringend benötigte Medikamente
nicht mehr bezahlen. Dieser Trend ist in ganz Europa festzustellen",
so Kopetzky. "Alarmierend ist die wachsende Zahl junger Menschen, die
aufgrund der Krise keinen Einstieg in die Arbeitswelt finden,
Bedürftigkeit ist primär mit Arbeitslosigkeit verbunden." Der Bericht
befürchtet weitreichende sozial-ökonomische Konsequenzen und soziale
Spannungen in Folge wachsender Konkurrenz in weniger privilegierten
Gruppen um Jobs.
Bestehende Kredite und Leasingverträge treiben die Verschuldung von
Haushalten der Mittelschicht in die Höhe, Großfamilien und
Alleinerzieher sind ebenfalls besonders betroffene
Bevölkerungsgruppen.
Das Rote Kreuz fordert die Regierungen der EU-Staaten auf, verstärkt
in Sozialprogramme zu investieren, um die Folgen der Krise
abzufedern. Trotz schrumpfender Einnahmen in vielen europäischen
Rotkreuz-Gesellschaften, erweitern alle ihre Hilfsprogramme, um den
steigenden Bedarf an Hilfe zu decken.
Rückfragehinweis:
Mag. Andrea Winter Österreichisches Rotes Kreuz Presse- und Medienservice Tel.: +43 1 589 00-153 Mobil: +43 664 823 48 54 mailto:[email protected] http://www.roteskreuz.at
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