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Neues Volksblatt: "Gutes Recht" (von Franz Schöffmann)
Ausgabe vom 19. Oktober 2009
Linz (OTS) - Es ist das gute Recht eines Finanzministers,
angesichts eines steigenden Defizites laut über Einsparungen
nachzudenken. Zum Beispiel über ein vorzeitiges Aus der erst im im
Vorjahr beschlossenen Hacklerregelung. Diese geht größtenteils an dem
vorbei, wofür sie eigentlich gedacht war: Ausgezehrte Schwerarbeiter
sollten ohne Abschläge früher in Pension gehen dürfen. Tatsächlich
begünstigt sie Büroangestellte, für die Schwerarbeit nie ein Thema
war. Die Hacklerregelung kostet dem Staat Milliarden, Österreich ist
Spitzenreiter bei den Frühpensionen.
Es ist das gute Recht des ÖAAB, dennoch darauf zu beharren. "Auch
wenn die Treffsicherheit nicht sehr groß ist,- räumt Landesobmann
Franz Hiesl ein, "so brauchen wir doch für jene eine Lösung, die
ausgeschunden sind und keine Chance mehr am Arbeitsmarkt haben."
Es ist das gute Recht des Sozialministers, ein vorzeitiges Ende wegen
des "Vertrauens" und der "Sicherheit" abzulehnen.-
Pensionspolitik ist bloß auf das Heute fixiert. Doch wer denkt an die
Menschen, die heute 30 sind, deren Lebensarbeitszeit drastisch nach
oben schnellen wird? Die Jungen fordern ehrliche Antworten und
gravierende Einschnitte. Nicht 2013 oder irgendwann - jetzt. Das ist
mehr als ihr gutes Recht.
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