- 16.10.2009, 13:11:18
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Maier: ÖBB ein verzopfter Betrieb aus den 70ern
ÖVP-Verkehrssprecher fordert: Taten statt Worte von Management, Ministerin und Gewerkschaft
Wien (ÖVP-PK) - Verspätete Züge, verdreckte Wagone, weniger
Passagiere und ein Management, das nur diskutiert und nicht handelt.
Die Zustände bei der ÖBB sind längst untragbar geworden, und es ist
höchste Zeit, das beschlossene ÖBB-Gesetz umzusetzen. Das fordert
heute, Freitag, ÖVP-Verkehrssprecher Dr. Ferdinand Maier. ****
"Genug der Diskussionen und Arbeitsgruppen! Das ÖBB Management soll
endlich Taten setzen und das beschlossene ÖBB-Gesetz umsetzen. Ich
erwarte mir deshalb von ÖBB-Vorstandsvorsitzenden Peter Klugar, dass
er umgehend einen Zeitplan zur Umsetzung des neuen ÖBB-Gesetzes
vorlegt", findet der ÖVP-Verkehrssprecher klare Worte und hält
unmissverständlich fest: "Das Management ist nun in der Pflicht,
Ministerin Bures in der Verantwortung und die Gewerkschaft ist zur
Konstruktivität aufgefordert"
Die zunehmende Unzufriedenheit bei den Fahrgästen, besonders bei
jenen, die täglich auf die Dienste der ÖBB angewiesen sind, dürfe
nicht mehr länger ignoriert werden. "Diese Situation ist nicht mehr
tragbar. Man muss jetzt die Notbremse ziehen, bevor das Unternehmen
entgleist. Das Management muss zur Kenntnis nehmen, dass die ÖBB ein
Dienstleister werden muss und kein verzopfter Betrieb aus den 70ern
bleiben darf", so Maier.
Auch eine von der Arbeiterkammer veröffentlichte Umfrage untermauert
den akuten Handlungsbedarf. "Die mangelhaften Zustände sind seit
vielen Jahren evident. Die Kritik der Fahrgäste reicht von
verschmutzten Wagons über verspätete Züge bis hin zu wenigen
Sitzplätzen, Informationsdefizite und steigenden Beschwerden.
Demgegenüber reagierte die Bahn bisher immer nur mit
Fahrpreiserhöhungen", ärgert sich Maier über das fehlende
Kundenverständnis der ÖBB.
Mit dem neuen ÖBB-Gesetz habe die Politik vor dem Sommer die
Grundlage für eine umfassende Neustrukturierung des Unternehmens
geschaffen. Die Straffung der Strukturen, Zusammenlegung von
Organisationen und eine Effizienzsteigerung stehen dabei im
Mittelpunkt. "Ich hoffe, dass Peter Klugar rasch die notwendigen
Schritte und Maßnahmen einleitet und sich von den
Einschüchterungsversuchen von Haberzettl und Bures nicht bremsen
lässt", so Maier.
Nichtsdestotrotz erneuert Maier seine Forderung an Ministerin Doris
Bures einen Krisengipfel einzuberufen. "Mit dem Management,
Belegschaftsvertretern, Kunden, Pendlerinitiativen und ausländischen
Experten muss die aktuelle Situation analysiert und entsprechende
Maßnahmen beschlossen werden", schloss Maier.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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