- 16.10.2009, 09:00:12
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LK Österreich: "Sozialpartner für eine rasche Energiewende in Europa"
"European Green New Deal" ist ein Schwerpunkt der Lissabon-Strategie nach 2010
Brüssel (OTS) - Die Verbesserung der Energie- und
Ressourceneffizienz ist ein zentrales Element der
Post-Lissabon-Strategie. Ziel ist es, die Europäische Union zum
energie- und ressourceneffizientesten Wirtschaftsraum der Welt zu
machen. Europa kann damit zum Weltmarktführer bei grünen Technologien
werden und das große Potenzial von "Green Jobs" im Bereich
innovativer Umwelttechnologie und erneuerbarer Energien auch voll
ausschöpfen", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der
Landwirtschaftskammer Österreich, heute, Freitag, bei der Übergabe
des gemeinsamen Positionspapieres der heimischen Sozialpartner an
führende Vertreter der EU-Institutionen in Brüssel.
Der Post-Lissabon-Zeitraum werde stark von Energieknappheit und
Klimawandel geprägt sein, daher sei die Verbesserung der Energie- und
Ressourceneffizienz auch ein zentrales Element der
Sozialpartner-Strategie. Im Rahmen eines "European Green New Deal"
müssten zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, Innovationen gefördert
und Kosten eingespart werden. Ohne Verzicht auf Wohlstand und
Lebensqualität sei demnach der Aufwand für Energie und Ressourcen pro
Produktionseinheit zu reduzieren.
"Green Jobs" durch Energiewende
Österreichs Bauern sind bereit, aktiv am Umbau des Energiesystems
mitzuwirken. Sie können dies tun, ohne in irgendeiner Weise die Basis
für die menschliche Ernährung oder für die Fütterung der Tiere zu
schmälern, zumal weiterhin die Prämisse 'Teller, Trog, Tank" gilt.
Dies bedeutet, dass nur jene Mengen für die Energiegewinnung
eingesetzt werden, die weder der menschlichen noch der tierischen
Nahrung dienen.
"Nur wenn die Ökostromerzeugung ausgebaut, die Wärmeversorgung
radikal umgestellt und die Verwendung von Biotreibstoff
vorangetrieben wird, lässt sich die Abhängigkeit von Lieferungen aus
den Krisengebieten der Welt spürbar zurückfahren. Wenn wir jedoch
alle Möglichkeiten und Potenziale für erneuerbare Energie nutzen,
entstehen durch neue Technologien zehntausende 'grüne Arbeitsplätze'
in Forschung und Entwicklung, Verarbeitung, Handel und
Landwirtschaft. Derzeit gibt es im Umweltbereich insgesamt fast
180.000 Arbeitsplätze. Steigert Österreich den Anteil an erneuerbarer
Quellen bis 2020 von 23 auf 34%, wie es das EU-Umweltziel vorsieht,
können rund 75.000 neue Jobs geschaffen und für die Umwelttechnik
zusätzliche Aufträge erreicht werden. Das zeigt, dass eine aktive
Energiewende wesentlich dazu beiträgt, die Folgen der Krise zu
überwinden und für die Zukunft die richtigen Weichen zu stellen",
betonte Wlodkowski.
Europaweite Spitzenposition
"Die Nutzung erneuerbarer Energieträger ist seit Jahrzehnten ein
wesentlicher Eckpfeiler der österreichischen Politik. Unser Land
nimmt eine europaweite Spitzenposition bei erneuerbarer Energie ein.
Die in diesem Segment entwickelte Umwelt- und Energietechnik findet
international Beachtung und konnte in den vergangenen Jahren
überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielen", unterstrich
Wlodkowski.
Die aktuelle Zielvorgabe im Rahmen des EU-Energie- und
Klimapaketes mit einer Erhöhung des Anteils der erneuerbaren
Energieträger von 23% im Jahr 2005 auf 34% im Jahr 2020 werde nur mit
großen Anstrengungen zu erreichen sein. "Studien weisen Österreich
für diesen Zeitraum ein maximales Ausbaupotenzial von 200 Petajoule
(PJ) aus. Diese Energie-Menge entspricht etwa einem Sechstel des
österreichischen jährlichen Verbrauchs. Diese 200 PJ setzen sich aus
105 PJ Bioenergie, 25 PJ Wasserkraft, 21 PJ Wärmepumpen, jeweils 20
PJ Solarthermie und Windkraft sowie 9 PJ Photovoltaik zusammen. Um
diese zu erreichen bedarf es aber stabiler und klarer
Rahmenbedingungen sowie der Beendigung der teuren und ineffizienten
Stop-and-go-Politik in Sachen erneuerbare Energie. Erforderlich sind
mehrjährige Programme und ein stabiler Rechtsrahmen, so Wlodkowski
abschließend.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Tel.: +43/1/53441-8520, 8523
mailto:[email protected]
www.lk-oe.at
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