• 15.10.2009, 14:06:00
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"Go international" kurbelt Export an!

Um Konjunkturmotor wieder auf Touren zu bringen

St. Pölten (OTS) - 2009 und 2010 gibt es nicht nur mehr Geld für
Österreichs Export-Unternehmen, sondern auch zahlreiche neue
Unterstützungsmaßnahmen.

In Österreich werden 6 von 10 Euro durch den Export erwirtschaftet.
Ebenso unverzichtbar ist dieser Wirtschaftsbereich für
Niederösterreich. Waren von in Summe 20 Milliarden Euro wurden
zuletzt von den blau-gelben Betrieben exportiert. Dazu kommen rund
7,5 Milliarden Euro an Dienstleistungen, die von Niederösterreich aus
jenseits der Grenzen erbracht werden. Rund die Hälfte des Landes-BIP
geht somit auf das Konto der Exporte!

Größeres Stück vom Kuchen abschneiden
Der Welthandel hat jedoch in den letzten Monaten stark unter den
Folgen der weltweiten Finanzkrise gelitten. Und Österreich bekommt
als stark exportorientiertes Land diese internationalen Turbulenzen
kräftig zu spüren. Auch an Niederösterreich sind die Einbußen bei den
Ausfuhren durch die wirtschaftlich schwieriger gewordene Lage nicht
spurlos vorbeigegangen.
Entsprechend wichtig ist es, gerade jetzt neue Maßnahmen zu setzen,
um die Ausfuhren wieder verstärkt anzukurbeln. "Wir müssen versuchen,
uns vom kleiner werdenden Kuchen ein größeres Stück abzuschneiden",
so beschreibt der Chef der Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer
Österreich, Walter Koren, die Zielsetzung von "go international",
einer Kooperation des Wirtschaftsministeriums und der WKO.

Mehr Geld für die Exportwirtschaft
Dafür steht Österreichs Export-Unternehmen 2009 und 2010 mehr Geld
zur Verfügung - jährlich sind es 25 Millionen Euro! Zahlreiche
attraktive Förderungen sollen noch mehr zum Schritt über die Grenze
motivieren:
So beinhaltet "go-international" Initiativen zur Exportmotivation,
einen speziellen Branchenfokus mit 18 konkreten Hoffnungsbranchen in
wichtigen Zielmärkten, die Förderung der internationalen
Technologievernetzung und von Dienstleistungsexporten, den Export von
Bildungs-Know-How sowie die Verstärkung der Präsenz österreichischer
Unternehmen auf internationalen Messen.

Besondere Chancen für niederösterreichische Betriebe
Vor allem bei den finanziell attraktiven Direktförderungen gibt es
für die Unternehmen einiges zu holen. Hier winken je nach Instrument
und individuellen Voraussetzungen Kofinanzierungen von bis zu 10.000
Euro je neu erschlossenem Exportmarkt. Kein Wunder also, dass vor
allem die Direktförderungen bei vielen Unternehmen hoch im Kurs
stehen. "Wir sind froh, die Ressourcen jetzt genau dort einsetzen zu
können, wo wir sie dringend benötigen", so Koren.
"Es geht uns einfach darum, künftig noch gezielter als bisher neue
Nischen und Märkte auf dem internationalen Parkett zu besetzen", sagt
Niederösterreichs Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl. Vor
allem in der Umwelt- und Energietechnologie, aber auch bei den
Nahrungsmitteln oder im Bau zeichneten sich derzeit besondere Chancen
für niederösterreichische Betriebe ab, so Zwazl.

Neuer "Export-Coach" für NÖ Betriebe
Ganz handfeste Hilfe für exportwillige Unternehmen gibt es in
Niederösterreich nun neu in Gestalt von Mag. Robert Steininger.
Dieser wird künftig als "Export-Coach" gezielt auf blau-gelbe
Betriebe zugehen, um ihnen ihre Chancen jenseits der Grenzen
aufzuzeigen. "Sich ruhig mehr trauen" lautet auch die Botschaft der
Wirtschaftskammer-Präsidentin an die NÖ Unternehmen. "Wer seine
Produkte nach Linz liefern kann, kann das auch nach Brünn." Und wer
einmal in Brünn gelandet sei, würde "seine Geschäftsfelder wieder ein
bisschen weiter sehen".

Erweiterter Heimmarkt
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen hätten in Sachen Export
leider noch immer Hemmschwellen im Kopf. Der internationale Markt
werde noch nicht als natürliches Geschäftsfeld wahrgenommen, bedauert
die Präsidentin. Die Scheu vor anderen Kulturen, insbesondere aber
anderen Sprachen, lässt Firmen davor zurückschrecken, offensiv ihre
Möglichkeiten über die eigenen Staatsgrenzen hinweg zu nutzen, selbst
wenn es sich de facto um den eigenen Heimmarkt handelt. Denn von -
sagen wir - Bruck an der Leitha ist der Weg nach Bratislava kürzer
als der Weg nach St. Pölten. Auch hier steht die Wirtschaftskammer
mit ihrer "go international"-Initiative hilfreich zur Seite.

Ehrgeizige Zielsetzung
Derzeit sind rund 5.500 blau-gelbe Unternehmen im Export engagiert.
Das heißt, dass bereits rund jedes zwölfte NÖ Unternehmen seine
Leistungen im Ausland anbietet. "Diesen Anteil wollen wir in den
nächsten Jahren aufstocken", erklärt Präsidentin Zwazl. "Unser Ziel
ist es, dass jedes zehnte niederösterreichische Unternehmen als
Exporteur aktiv ist." Das sei eine zwar ambitionierte, aber durchaus
realistische Vorgabe, betont Zwazl.

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Niederösterreich , 
   Kommunikationsmanagement , 
   3100 St. Pölten, Landsbergerstraße 1 
   Tel.: (++43-0) 2742 / 851 DW 14100 
   mailto:[email protected]
   http://wko.at/noe

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