• 15.10.2009, 14:05:45
  • /
  • OTS0233 OTW0233

Hahn präsentiert 3-Schritte-Plan für faire Studienbedingungen

Unterstützung für Unis die um Zugangsbeschränkungen ansuchen

Wien (OTS) - Im Hinblick auf die Situation an den österreichischen
Universitäten zu Semesterbeginn hat Wissenschaftsminister Johannes
Hahn heute einen 3-Schritte Plan für faire Studienbedingungen
vorgestellt.

"Um unser gemeinsames Ziel mehr jungen Menschen den Abschluss eines
Studiums unter fairen Bedingungen und in guter Zeit zu ermöglichen,
müssen wir drei Schritte setzen. Klare Spielregeln, bessere
Information der Studierenden und eine größere finanzielle
Unterstützung der Studierenden bei gleichzeitig fairen Beiträgen, für
jene die sie leisten können", beschrieb der Wissenschaftsminister
seinen 3-Schritte Plan.

Aktuell rechnen Expert/inn/en des Wissenschaftsministeriums mit einem
Anstieg der Studierendenzahlen im beginnenden Wintersemester von rund
20 % auf 285.000 bis 300.000 Studentinnen und Studenten. Die Zahl der
Studienanfängerinnen und -anfänger wird auf 45.000 bis 50.000
geschätzt, ein Plus von etwa 15 % im Vergleich zum Vorjahr.

Trotz der gestiegenen Budgets der Universitäten könne kein System
einen solchen Anstieg ohne Auswirkungen verkraften, so Hahn, der
heute mit einem 3-Schritte-Plan seine weitere Vorgangsweise
skizzierte.

3-Schritte-Plan als gesamthafter Lösungsweg

Punkt Eins des 3-Schritte-Plans betrifft die fairen Spielregeln und
damit vor allem die Nutzung der Möglichkeiten im Rahmen der von ÖVP
und SPÖ beschlossenen UG-Novelle, die mit 1. Oktober in Kraft trat.
Diese sieht vor, dass in Studienfächern, in denen auf Grund des
deutschen Numerus clausus und der dadurch nach Österreich kommenden
deutschen Studierenden unverantwortbare Studienbedingungen
herrschen, die Universitäten einen Antrag auf
Zulassungsbeschränkungen stellen können.

Hahn berichtete, dass ein erster solcher Antrag von den Universitäten
Wien, Klagenfurt und Salzburg für das Fach der
Kommunikationswissenschaften eingebracht werde. "Ich sichere den
Universitäten für diesen Schritt meine vollste Unterstützung zu", so
der Wissenschaftsminister.

Als zweiten wesentlichen Schritt nannte Hahn den Ausbau der
Studierendenberatung an den Schulen. Hier werden die Arbeiten zum
flächendeckenden Ausbau der "Studienchecker" intensiviert. "Jede/r
Maturant/innen, die/der die Schule verlässt, soll umfassend und
individuell über die Möglichkeiten an den Universitäten und
Hochschulen informiert worden sein", lautet das Ziel des
Wissenschaftsministers.

Ausbau der finanziellen Unterstützung bei fairen Beiträgen

Als abschließenden Teil seines 3 Schritte Plans bekräftigte Hahn
seinen Vorschlag, das Stipendienwesen in Österreich bei
gleichzeitiger Einführung fairer Studienbeiträge massiv auszubauen.
Diese hätten über ihren positiven Lenkungseffekt dazu geführt, dass
Studierende erfolgreicher und rascher ihr Studium abschlossen, so
Hahn, der auf die vorliegenden Zahlen zwischen den Jahren 2000 und
2008 verwies.

So stieg die Zahl der Studienabschlüsse in diesem Zeitraum von rund
15.500 im Jahr 2000 auf etwa 24.000 im Jahr 2008. Der Anteil der
prüfungsaktiven Studierenden wuchs von 65 % auf 85 %, gleichzeitig
verbesserte sich die durchschnittliche Studienzeit von 14 auf 12
Semester.

"Ich freue mich als Wissenschaftsminister über jeden jungen Menschen,
der an der Universität sein Studium beginnt. Ich sehe es als meine
zentrale Aufgabe gemeinsam mit den Unis dafür zu sorgen, dass jede
und jeder der auch wirklich studieren will, das auch kann. Das ist
das Ziel des heute vorgestellten 3-Schritte-Plans", schloss der
Wissenschaftsminister.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Pressebüro
Tel.: +43/1/53120-9007

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel