• 14.10.2009, 20:24:36
  • /
  • OTS0280 OTW0280

Neues Volksblatt: "Wettbewerb" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 15. Oktober 2009

Linz (OTS) - Am Ende seiner einstündigen Rede holte Finanzminister
Josef Pröll auch den Koalitionspartner ins Boot. Explizit als
"Vizekanzler" - ein Ausdruck, auf den er sonst gar nicht so viel Wert
legt - betonte der ÖVP-Chef, dass es zur Koalition keine Alternative
gebe. Und: Es gebe daher auch keine Alternative zu einer ordentlichen
Zusammenarbeit.
Letzteres mag wohl auch als aufmunternder Appell zu interpretieren
sein. Schließlich steckt die SPÖ im Gegensatz zur ÖVP nach ihren
Wahlniederlagen in einer überaus misslichen Lage. Und der gestrige
Tag machte das noch deutlicher: Hier der ÖVP-Parteiobmann mit klaren
Ansagen, da die SPÖ, die ihre Zukunftsperspektiven erst in
Arbeitsgruppen suchen muss.
Pröll hat sich, und das unterscheidet ihn so deutlich von Faymann, an
einige (auch innerparteilich) heiße Eisen gewagt. Hacklerregelung und
Pensionen, ganztägige Schulformen, Verwaltungsreform,
Steuergerechtigkeit für die Leistungsbereiten: Am Abarbeiten dieser
Liste wird er sich messen lassen müssen und wohl auch wollen, sonst
hätte er einen Bogen um diese Themen gemacht. Die SPÖ indes, so
scheint's, will nur bewahren und umverteilen. Der Sieger in diesem
politischen Wettbewerb wird in vier Jahren gekürt.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel