• 14.10.2009, 20:05:55
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Der Vergleich macht unsicher (von Claudia Grabner)

Ausgabe 15. Okt. 2009

Klagenfurt (OTS) - Ihm fehlen Brillanz und Charisma. Doch was
solls? Er ist ein eifrig Lernender und ehrgeizig Wollender. Einer,
der offensichtlich auf Strategen hört - und nicht auf
Schulterklopfer. Freundschaft, Genossen! Josef Pröll hat die
Inszenierung in die Politik zurückgeholt. Dramaturgie. Wort für
Schritt kalkuliert. Da hob er also gestern an zu seiner Rede an die
Nation, um Österreich und seinen Kanzler zu belehren, wie Zukunft zu
gestalten ist. Hilfreich hilfloser als der Kanzler selbst hätte
niemand Prölls Auftritt zum Höhepunkt puschen können: Zeitgleich (!)
an einem Nebenschauplatz (!!) zu verkünden, er, Werner Faymann, wolle
eine Arbeitsgruppe einrichten und das Steuer nicht herumreißen -
DIESE Dramaturgie hätte nicht einmal der abgebrütetste Politstratege
erfinden können: Der Vergleich ist - beschämend? Beschämend, weil
sich die Kanzlerpartei von ihrem Vize de facto ein neues
Regierungsprogramm diktieren lässt. Wir erinnern uns: So die SPÖ auch
nur einen nicht abgesprochenen Zwischensatz zu äußern wagte, ist
Pröll jedesmal zur oppositionellen Höchstform aufgelaufen ...
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