- 13.10.2009, 13:21:22
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Grünewald: Hahn kaschiert Unterfinanzierung von Bildung und Forschung
Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen ändern nichts an Unterfinanzierung der Unis
Wien (OTS) - "Johannes Hahn tritt die Flucht nach vorne an, um von
Defiziten in der Bildungs- und Forschungspolitik abzulenken",
erklärte der Grüne Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald zur Kampagne
des Wissenschaftsministers gegen den freien Hochschulzugang. "Hahn
hat seit der Abstimmungsniederlage im Parlament vor einem Jahr wenig
unternommen, um die Universitäten finanziell entsprechend
auszustatten, sondern lediglich öffentlich seinen Unwillen bekundet,
den freien Hochschulzugang zu gewährleisten, der nun pauschal für
alles verantwortlich gemacht wird. Wenn die ÖVP das so sieht,
bekundet sie breites Unverständnis unter welchen Bedingungen
Wissenschaft und Lehre gedeihen können. Die Ignoranz der ÖVP
gegenüber den Unis zeigt, dass sie längst nicht mehr die Partei der
Bildungsbürger ist", so Grünewald.
"Es wäre darüber hinaus gut, wenn auch Rektoren auf die Argumente
ihres Ministers eingehen würden. Selbst mit Studiengebühren würde
sich Österreich, was seine Unterfinanzierung der Universitäten
betrifft, nicht wesentlich verbessern. Auch die Grünen wünschen sich
eine Studienplatzfinanzierung, nur hier schaltet der Finanzminister,
dem Hahn soviel Wissenschaftsfreundlichkeit zuschreibt, auf taub.
Unterschlagen wird auch, dass in Zeiten der Studiengebühren die
Betreuungsverhältnisse ebenso schlecht waren. Wenn man nun meint hier
müssten Lektorinnen dazugezählt werden, vergisst man, dass diese oft
nur für wenige Stunden beschäftigt sind und die Statistik auch nicht
auf den Kopf stellen werden" kritisierte Grünewald.
"Ich orte ein beträchtliches Unverständnis der Regierung und der
direkt Verantwortlichen unter welchen Bedingungen Lehre und Forschung
gedeihen können. Einzelne Vorzeigeprofessuren und das Elite Institut
Gugging können über generelle Defizite nicht hinwegtäuschen.
Bildungs- und Forschungspolitik dürfen sich nicht weiter auf Inserate
und Selbstbeweihräucherung beschränken" äußert sich Grünewald.
Zunehmende Inskriptionszahlen liegen, was in Österreich ignoriert
wird, im internationalem Trend und sind auch Ausdruck der kritischen
Arbeitsmarktsituation bei MaturantInnen.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]
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