- 10.10.2009, 11:49:00
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Gesundheitslandesrätin Scheele zum Tag der seelischen Gesundheit
Betriebliche Gesundheitsförderung soll auch vor seelischen Erkrankungen schützen
St. Pölten, (SPI) - "Nicht alle Gesundheitsfragen können mit
modernsten Spitälern oder technischen Geräten gelöst werden. Denn
insbesondere die seelische Gesundheit wird in der Familie, am
Wohnort, am Arbeitsplatz und in der Schule bestimmt. Daher müssen in
diesen Bereichen, so wie es auch eine EU-Kampagne vorschlägt, neue
Ansätze gefunden werden", so NÖ Gesundheitslandesrätin Mag.a Karin
Scheele anlässlich des internationalen Tages der seelischen
Gesundheit am heutigen 10. Oktober. Europaweit leiden 11% der
Bevölkerung an seelischen Erkrankungen. Die Depression ist dabei am
meisten im Vormarsch. Die sich daraus ergebende Selbstmordrate ist in
Österreich im internationalen Vergleich relativ hoch. ****
Pro Jahr begehen in Österreich rund 1.500 Personen Selbstmord, nahezu
drei Viertel sind Männer. Europaweit nehmen sich durchschnittlich
sieben Frauen und 32 Männer pro 100.000 Einwohner des jeweiligen
Geschlechts das Leben. Die Selbstmordsterblichkeit liegt weit über
jener von Verkehrsunfällen. "Die Problematik wird teilweise bewusst,
nämlich um Nachahmung zu verhindern, wenig thematisiert. Aber gerade
am Tag der seelischen Gesundheit muss auch darüber gesprochen werden.
Es ist wichtig, dass in allen Lebensbereichen geeignete Maßnahmen
ergriffen werden, die eine wirksame Prävention gegen vermehrte
seelische Erkrankungen darstellen", so Landesrätin Scheele.
"Ein wesentlicher Faktor ist es, den Zusammenhalt zu fördern. Dort wo
die öffentliche Hand Einfluss nehmen kann, muss das bestmöglich
gefördert werden. Sowohl in den Schulen als auch in den Gemeinden und
in den Betrieben lässt sich sicher einiges umsetzen. Die Psychologie
bietet hier viele Methoden an. Wie die Schüler soziales Lernen in
Gruppenarbeiten anwenden und den besseren Erfolg erkennen, so sollen
auch in den Betrieben statt gegenseitiger Konkurrenz der
MitarbeiterInnen die Teamarbeit unterstützt werden", erläutert
Landesrätin Scheele.
In NÖ hat sich daher auch die Plattform für Betriebliche
Gesundheitsförderung und Prävention in dieser Frage engagiert und für
2010 den Schwerpunkt auf die seelische Gesundheit gesetzt. Damit
werden z.B. Sozialversicherungsträger und Interessensvertretungen an
einem Strang ziehen um mehr seelische Gesundheit in die Betriebe zu
tragen. "Wir haben auch einen neuen Folder der Plattform aufgelegt,
um allen Betrieben und UnternehmerInnen zu zeigen, welche
Möglichkeiten es in der Betrieblichen Prävention und
Gesundheitsförderung gibt und wo sie Unterstützung in der Umsetzung
erhalten können", so Landesrätin Scheele abschließend.
Kontakt zur Plattform BGF und Informationen für Betriebe und
ArbeitnehmerInnen: [email protected]
(Schluss) kr
Rückfragehinweis:
Rita Klement
Pressereferentin
[email protected]
0676/7007309
02742/9005/12560
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