- 08.10.2009, 09:48:37
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Menschen mit Behinderungen aus der Armutsfalle befreien
Wien (OTS) - Die UN-Generalversammlung ruft in einer neuen
Resolution zur Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in die
Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) auf. Die österreichische
Hilfsorganisation 'Licht für die Welt' hat den Entwurf dafür aktiv
mit gestaltet.
Vereinte Nationen, New York, gestern Nachmittag.
In der neuen, im für Menschenrechtsfragen zuständigen dritten
Komitee der Generalversammlung eingebrachten, Resolution werden die
Mitgliedsstaaten aufgerufen, die Diskriminierung von Menschen mit
Behinderungen in der Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele
(MDGs) zu beenden.
Menschen mit Behinderungen leben doppelt so häufig wie ihre
Mitmenschen in absoluter Armut. Jeder fünfte der weltweit ärmsten
Menschen ist behindert. Dazu kommt, dass ein Drittel aller Kinder
ohne Zugang zu Schulbildung Kinder mit Behinderungen sind.
Trotz dieser Zahlen sind Menschen mit Behinderungen in den
Programmen zur Erreichung der MDGs bisher völlig ignoriert worden.
Die Millenniums-Entwicklungsziele, auf die sich die Mitgliedsstaaten
der Vereinten Nationen im Jahr 2000 geeinigt haben, sehen die
Halbierung der Armut weltweit bis 2015 vor. 2010 wird der Status der
Ziele planmäßig evaluiert werden.
"Die gestern eingebrachte Resolution stellt sicher, dass 2010 der
Abbau von Barrieren und damit die gleichberechtigte Einbeziehung von
Menschen mit Behinderungen in den Millenniums-Entwicklungszielen
endlich thematisiert wird und bietet so Gelegenheit, dass sich ihre
Situation verbessert", betont Rupert Roniger, Geschäftsführer von
'Licht für die Welt'.
Die neue Resolution ist ein Hoffnungszeichen für 650 Millionen
Menschen mit Behinderungen weltweit. Denn nur eine dramatische
Kurskorrektur kann dazu führen, dass Menschen mit Behinderungen der
Armutsfalle entkommen und ihre Grundrechte verwirklichen können. Ohne
die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen bleibt ein Erreichen
der Millenniums-Entwicklungsziele Utopie.
'Licht für die Welt' hat sich aktiv in den Entstehungsprozess der
aktuellen Resolution eingebracht. "Wir begrüßen dieses klare
Bekenntnis zum Abbau von Barrieren für Menschen mit Behinderungen
sehr. Damit ist auch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit
gefordert, real existierende Diskriminierung zu stoppen und Menschen
mit Behinderungen zu ihren Rechten zu verhelfen, " so Rupert Roniger,
Geschäftsführer von 'Licht für die Welt'.
Spendenkonto: PSK 92.011.650 (BLZ 60.000)
Webtipp: www.licht-fuer-die-welt.at
Hintergrund: www.includeeverybody.org, www.un.org/millenniumgoals
Rückfragehinweis:
Margit Draxl, Pressesprecherin 'Licht für die Welt'
+43/1/810 13 00 - 59
+43/676/4870007
mailto:[email protected]
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