• 07.10.2009, 10:09:02
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Landau: Rote Karte für Blaulichtministerium

Caritas fordert: Integrationsthema raus aus dem Innenministerium

Wien (OTS) - Die Auslagerung der Integrations- und
Flüchtlingsschutz- Materie aus dem Innenministerium muss jetzt
passieren. Michael Landau, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien: "Seit
Jahren bestätigen die Innenminister, dass das Thema Sicherheit die
Hauptaufgabe des Innenministeriums ist. Andere Themen laufen nebenbei
oder werden vernachlässigt. Bei Integrationsfragen passiert ein Foul
nach dem anderen, daher stellt sich die Frage: Wie viele Fouls dürfen
noch passieren, bis die Rote Karte für das Blaulichtministerium
gezückt wird!"

Die gesamte Bundesregierung ist jetzt gefordert, die Sorgen der
Menschen ernst zu nehmen und die anstehenden Aufgaben endlich zu
lösen. "Asyl, gelungene Integration und Migration brauchen ein
Gesamtkonzept. Solange das Thema Integration im Innenministerium
angesiedelt ist, wird es so wie in der Vergangenheit immer wieder mit
den Themen Polizei und Sicherheit strukturell verknüpft, um von
anderen Themen abzulenken", so Landau. Die Caritas hat bereits im
Juni einen Neustart der Asyl- und Migrationsdebatte gefordert. Denn
bei dieser Querschnittsmaterie, die alle Gesellschaftsbereiche
berührt, geht es um weit mehr als um Sicherheit: Bildung, Sprache,
Arbeit, Recht auf Familie, soziale Absicherung, vertretbare
Wohnverhältnisse. "Ein erster Schritt für diesen Neustart wäre die
sofortige Herauslösung der Themen Asyl, Integration und Migration aus
dem Innenministerium. Die Bundesregierung wird diese lange
anstehenden Versäumnisse und Aufgaben nicht mit einem schlichten
"NEIN" lösen. Österreich braucht beim Thema Integration jetzt
Antworten und nicht irgendwann", so Landau.

Ernsthafte Integration ist nur dann möglich, wenn rechtliche
Gleichstellung, soziale Chancengleichheit und die Wahrung und
Förderung kultureller Vielfalt passieren. Denn Integration heißt,
gleichberechtigt am Leben teilzuhaben. "Wir brauchen einen fairen
Umgang mit allen Menschen in unserem Land und einen
menschenrechtskonformen Umgang mit Schutzsuchenden. Wann erkennt die
Bundesregierung endlich, dass geordnete Zuwanderung eine Chance und
eine Bereicherung für unser Land ist und keine Bedrohung. Landau
betont abschließend, dass der nationale Aktionsplan Integration
wichtig und richtig sei, aber nicht alle anstehenden Aufgaben löse.
Klar sei für ihn auch, dass Integration immer ein wechselseitiger
Prozess ist, bei dem alle Beteiligten Schritte aufeinander zugehen
müssen. Konkret bedeutet dies Anstrengungen für beide Seiten. Wir
sehen bei unserer täglichen Arbeit Tag für Tag: Integration ist
möglich und gelungene Integration ist immer eine Chance.

Rückfragehinweis:
Mag.(FH) Klaus Schwertner
Pressesprecher Caritas der Erzdiözese Wien
Tel.: +43 (0)1/878 12-221, Mobil: +43 (0)664/848 26 18
mailto:[email protected]
www.caritas-wien.at

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