• 06.10.2009, 12:00:31
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  • OTS0125 OTW0125

Welthospiztag: Wenn Heilung nicht mehr möglich ist

Rotes Kreuz: Forderungen nach einem Sterben in Würde

Wien (Rotes Kreuz) - "Die Lebensqualität eines Staates misst sich
am Wohl der Schwachen", sagt Monika Wild, Pflegeexpertin des
Österreichischen Roten Kreuzes, und appelliert anlässlich des
Welthospiztages am 7. Oktober für "ein Sterben in Würde".
Die Mehrheit der Österreicher wünscht sich, zu Hause zu sterben. Von
der Erfüllung dieses Wunsches sind wir allerdings weit entfernt: 70
Prozent aller Menschen sterben in Krankenhäusern oder Pflegeheimen.
"Schwer kranke oder sterbende Menschen bedürfen intensiver
Betreuung", so Wild. Seit Jahren fordert das Rote Kreuz die Stärkung
der ambulanten Versorgung sowie eine strukturelle Verankerung und
finanzielle Abgeltung der notwendigen Zusammenarbeit und fachlichen
Abstimmung von Hausärzten, Hauskrankenpflegern, Notärzten, mobilen
Betreuungsteams, Freiwilligen und Krankenhäusern. "Es geht hier um
Nahtstellenmanagement, um eine bessere Versorgung der Menschen zu
gewährleisten".
Für viele schwerkranke Menschen ist der Aufenthalt in einem
stationären Hospiz unerlässlich. In diesem Zusammenhang fordert das
Österreichische Rote Kreuz seit vielen Jahren die Regelfinanzierung
stationärer Hospize durch die öffentliche Hand.
Moderne Hospizbetreuung, unabhängig, ob in einem stationären Hospiz
oder als mobile Betreuung, unterstützt Menschen in ihrer letzten
Lebensphase. "In dieser Situation spielt die Familie eine besonders
wichtige Rolle. Unterstützung und Begleitung der Angehörigen bei der
Versorgung des geliebten Menschen sind Teil der Arbeit und sollen
dementsprechend von der öffentlichen Hand finanziert werden", so
Monika Wild abschließend.

Rückfragehinweis:

Mag. Andrea Winter
   Österreichisches Rotes Kreuz
   Presse- und Medienservice
   Tel.: +43 1 589 00-153 
   Mobil: +43 664 823 48 54
   mailto:[email protected] 
   http://www.roteskreuz.at

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