• 05.10.2009, 10:00:29
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Bundesminister Hundstorfer eröffnet DSE-Jobmesse für langzeitbeschäftigungslose Menschen

Wien (OTS) - "Sozial-ökonomische Einrichtungen leisten einen
unverzichtbaren Beitrag, um Menschen in Beschäftigung zu bringen und
den sozialen Zusammenhalt zu fördern", betonte Bundesminister Rudolf
Hundstorfer im Rahmen seiner Eröffnungsrede zur heutigen Jobmesse des
Wiener Dachverbands für sozial-ökonomische Einrichtungen (DSE-Wien)
im Großen Festsaal der Berufsschule Längenfeldgasse. "Die Jobmesse
bietet einen umfassenden Überblick auf das breite Angebot dieser
wichtigen Einrichtungen", so Hundstorfer.

Langzeitbeschäftigungslosigkeit: 16.533 Personen in Wien

Obwohl das Sinken der Langzeitarbeitslosigkeit in Wien in den
letzten Monaten erfreulich ist, ist die Zahl der
langzeitbeschäftigungslosen WienerInnen gestiegen: Im September 2009
waren in Wien insgesamt 723 Menschen langzeitarbeitslos, jedoch
16.533 Personen langzeitbeschäftigungslos. Betroffen von
Langzeitbeschäftigungslosigkeit sind in Wien 10.177 Männer und 6.356
Frauen. Im Vergleich zum September 2008 ist das ein moderater Anstieg
von 8,4 Prozent. Bundesweit betrug die Steigerung hingegen 16,6
Prozent auf insgesamt 37.111 Personen.

"Eines der prioritären Ziele der Arbeitsmarktpolitik ist es,
langzeitbeschäftigungslose Menschen wieder zurück in den Arbeitsmarkt
zu bringen", unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer im Rahmen
der Eröffnung der DSE-Jobmesse. So habe das Bundesministerium unter
anderem das kommunale Beschäftigungsprogramm "Aktion 4.000" ins Leben
gerufen, das 4.000 bis 5.000 Langzeitbeschäftigungslosen die Chance
auf einen neuen Arbeitsplatz in Gemeinden oder sozialen Einrichtungen
eröffnet. Zudem wurden heuer bundesweit 1.600 zusätzliche
Arbeitsplätze in sozial-ökonomischen Betrieben und gemeinnützigen
Beschäftigungsprojekten geschaffen. Ab September nächsten Jahres wird
auch die Notstandshilfe erhöht. BezieherInnen geringer Notstandshilfe
erhalten dann bis zu 180 Euro mehr im Monat.

DSE-Jobmesse: Fundierte Beratung und Jobs, Jobs, Jobs!

"Klares Ziel der heutigen DSE-Jobmesse ist, den BesucherInnen die
Chance auf freie Transitarbeitsplätze bei sozial-ökonomischen
Betrieben und gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten zu eröffnen und
ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich bei den insgesamt über 30
anwesenden Organisationen zu informieren", betonte Christoph Parak,
Geschäftsführer des DSE-Wien. Unter den Organisationen vor Ort sind
auch zahlreiche bekannte Namen, wie zum Beispiel Caritas Wien
jobStart, gabarage upcycling design, Job-TransFair, Volkshilfe
Beschäftigung oder Wien Work.

"Sozialintegrative Betriebe werden mit der Einführung der
Bedarfsorientierten Mindestsicherung in Österreich im Herbst 2010
zusätzlich an Bedeutung gewinnen", zeigte sich DSE-Geschäftsführer
Christoph Parak überzeugt. Wie sonst als über begleitende Maßnahmen
aktiver Arbeitsmarktpolitik soll es gelingen, arbeitsmarktferne
Personen wie langjährige Sozialhilfe-EmpfängerInnen im Erwerbsalter
in den Arbeitsmarkt zu (re-)integrieren.

DSE-Wien: Ansprechpartner für aktive Arbeitsmarktpolitik

Der Wiener Dachverband für sozial-ökonomische Einrichtungen
(DSE-Wien) vertritt 30 Organisationen, die sich der Beratung,
Qualifizierung, Betreuung und Beschäftigung
langzeitbeschäftigungsloser Menschen verschrieben haben. Auf Basis
seiner starken Vernetzung bietet der DSE-Wien fachliche Expertise in
Belangen der aktiven Arbeitsmarktpolitik und ist mit seinen
Mitgliedsorganisationen Ansprechpartner für Fördergeber, Politik,
Wissenschaft, Medien und Betroffene.

Begriffsglossar:
Langzeitarbeitslosigkeit vs. Langzeitbeschäftigungslosigkeit

Langzeitarbeitslosigkeit

Als langzeitarbeitslos gelten Personen, die zumindest zwölf Monate
als arbeitslos oder Lehrstellen suchend gemeldet sind. Im Gegensatz
zur Langzeitbeschäftigungslosigkeit unterbricht z. B. ein Kurs oder
eine andere Unterbrechung über 28 Tage die Dauer der
Arbeitslosigkeit.

Langzeitbeschäftigungslosigkeit

Als langzeitbeschäftigungslos gelten Personen, die zumindest 365
Tage beim AMS als arbeitslos und/oder Lehrstellen suchend gemeldet
sind und/oder sich in Kursmaßnahmen des AMS befinden. Zeiten der
Arbeitslosigkeit und des Kursbesuches werden also zusammengezählt,
und Kursmaßnahmen beenden nicht die Langzeitbeschäftigungslosigkeit.
Die Langzeitbeschäftigungslosigkeit wird erst beendet, wenn eine
Person länger als 62 Tage - etwa wegen Aufnahme einer Beschäftigung -
nicht mehr beim AMS gemeldet ist (als Meldung beim AMS zählt auch die
Teilnahme an Kursen).

Rückfragehinweis:

Wiener Dachverband für sozial-ökonomische Einrichtungen (DSE-Wien)
   Parhamerplatz 9, 1170 Wien
   Geschäftsführer Mag. Christoph Parak
   Tel.Nr.: (0664) 811 91 86, email: [email protected]
   Öffentlichkeitsarbeit Mag. Martina Riedlecker
   Tel.Nr.: (0664) 811 92 02, email: [email protected]

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