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OTS0291   30. Sept. 2009, 15:03

Lebenshilfe: Senioren mit Lernschwierigkeiten haben Recht auf qualitätvolle Begleitung

Lebenshilfe-Präsident Weber zum Internationalen Seniorentag


"Die gute Nachricht ist: Die steigende Lebenserwartung betrifft erstmals auch Menschen mit Lernschwierigkeiten. Die Zahl der älter werdenden Menschen mit intellektueller Behinderung wird in den kommenden Jahren signifikant steigen. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung nähert sich der ihrer Mitmenschen", betont Lebenshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Germain Weber anlässlich des Internationalen Seniorentages am 1. Oktober. "Dieser guten Nachricht folgen große gesellschaftliche Herausforderungen: Für unsere alten Menschen mit Behinderungen soll ein Altern mit hoher Lebensqualität ermöglicht werden. Auch Menschen mit intellektueller Behinderung wollen mit respektvoller Begleitung und Pflege in kleinen, gemeinwesenintegrierten Wohneinheiten alt werden", fordert Weber.

"Alle Menschen sollten auch im Alter selbst entscheiden dürfen wie und wo sie wohnen möchten". Dieser Forderung von NutzerInnen mit Behinderungen versucht die Lebenshilfe mit neuen Begleitangeboten nachzukommen. Ein Beispiel ist das Seniorenwohnhaus der Lebenshilfe Wien, das gerade an der Alten Donau entsteht.

"Entsprechende Ressourcen für eine inklusive Begleitung alter Menschen mit Behinderungen und ihre Finanzierung müssen gewährleistet sein. Begleitetes Leben im Sinne der gesellschaftlichen Teilhabe verursacht Kosten! Diese Kosten sind es aber wert, von der Gesellschaft getragen zu werden", betont Weber.

"Für Menschen mit intellektueller Behinderung sind auch im Alter die Begleitung und sozialen Kontakte sicherzustellen. Für eine hohe Lebensqualität ist dabei die Kombination von Dienstleistungen wie mobile Wohnassistenz oder Freizeitassistenz ebenso nötig wie nachbarschaftliches Engagement. Dafür benötigen wir multiprofessionelle Teams mit verschiedenen Ausbildungshintergründen, um die Begleitung im sozialen Kontext, bei individuellem sowie bei medizinischem Bedarf sicherzustellen. Gerade deswegen erneuert die Lebenshilfe ihre Forderung, das Ausbildungsmodul Unterstützung bei der Basisversorgung nach dem GuKG für alle Berufsgruppen, die in der Behindertenbetreuung tätig sind, zugänglich zu machen", so Weber abschließend.

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OTS0291 2009-09-30 15:03 301503 Sep 09 LBH0001 0298



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