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OTS0092   30. Sept. 2009, 10:25

Arbeitskampf ist ein Schritt in die falsche Richtung

Gewerkschaft lässt Einigung zum Kollektivvertrag an Detailfrage scheitern


Die Situation der österreichischen Druckbranche hat
sich während der laufenden Kollektivvertragsverhandlungen weiter
dramatisch verschlechtert. Die Verhandlungen wurden mit dem Ziel
geführt, wettbewerbsfähigere Rahmenbedingungen für die Branche zu
erreichen.

Der Druckstandort Österreich ist aufgrund überholter
kollektivvertraglicher Regelungen - viele Zulagen und Zugeständnisse
stammen "aus besseren Zeiten" - Schlusslicht in der
Außenhandelsstatistik in Europa. Auch der Umsatz hat sich Anfang des
Jahres um dramatische 25 % verschlechtert.

Nach erfolgreichen Verhandlungen über verschiedene kostendämpfende
Maßnahmen, die sozial ausgewogen waren, trennte die
Verhandlungspartner lediglich ein Punkt, nämlich die Reduktion der
Sonderzahlungen von jeweils fünf Wochenlöhnen auf die österreichweit
übliche Höhe von jeweils einem Monatslohn (4,34 Wochenlöhne).

Trotz der fast erreichten Einigung nahm die Gewerkschaft diesen
letzten offenen Verhandlungspunkt zum Anlass, die gesamten
Verhandlungen als gescheitert zu erklären.

Die Gewerkschaft fordert nun eine völlige Neuverhandlung des
Kollektivvertrages unter der Zurücknahme der bisherigen
Verhandlungsergebnisse und droht mit massiven Streikmaßnahmen.

Dazu der Präsident des Verbandes Druck & Medientechnik, KommR
Michael Hochenegg: "Das wäre ein Schritt in die völlig falsche
Richtung."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0092 2009-09-30 10:25 301025 Sep 09 NEF0004 0196



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Mag. Christian Handler,
Tel: 01/512 66 09
verband@druckmedien.at,
www.druckmedien.at

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