• 29.09.2009, 09:00:00
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ÖH Uni Wien: Gewalt gegen Homo- und Transsexuelle nimmt zu

Demonstration wegen der abgesagten Belgrader Pride Parade am Mittwoch, 30. September, um 16:00 Uhr

Wien (OTS) - Die für den 20. September geplante Belgrade Pride
wurde von den Organisator_innen abgesagt, da die serbische Polizei
sich nicht in der Lage sah, die Demonstration für Rechte und
Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen und Transgenderpersonen gegen
faschistische Angreifer zu schützen. Einmal mehr haben serbische
Rechtsextremisten ihre Haltung durchsetzen können.

Nicht nur in Serbien sind Homo- und Bisexuelle, sowie
Transgenderpersonen Angriffsziel faschistischer und
rechtsextremistischer Gruppierungen. Anfang September konnte die
Budapest Pride zwar wegen großer Zugeständnisse der
Veranstalter_innen an die Behörden stattfinden, die Parade fand aber
nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Auch aus Österreich oder Deutschland werden immer wieder brutale
Überfälle auf Lesben, Schwule und Transgenderpersonen gemeldet.
Deshalb findet diesen Mittwoch (30. September) in Wien eine
Demonstration zur serbischen Botschaft am Rennweg 3 statt. Diese
beginnt um 16:00 Uhr beim Marcus Omofuma Denkmal neben dem
Museumsquartier.

"Auch wenn zumindest außerhalb Österreichs die rechtliche
Gleichstellung von nicht-heterosexuellen Lebensweisen voran kommt,
verschwinden Homo- und Transphobie dabei keineswegs.", so Malte Kwier
von den Organisator_innen der Demonstration. "Wir gehen zwar zur
serbischen Botschaft, aber unsere Kritik ist nicht nur an serbische
Behörden gerichtet. Homo- und Transphobie sind schließlich keine
speziellen Probleme in Belgrad, sondern betreffen alle, denen etwas
an einem gleichberichtigten Miteinander verschiedenster Menschen
liegt.", so Kwier weiter.

Bei der Demonstration unter dem Motto "Gegen Homo- und Transphobie in
Serbien und überall" werden neben Beiträgen von LGBT-Aktivist_innen
aus Belgrad daher auch Texte vorgelesen, die sich mit den Ursachen
von Homo- und Transphobie auseinandersetzen. Kwier abschließend: "Wer
über die Feindseligkeit gegenüber Lesben, Schwulen und
Transgenderpersonen außerhalb Österreichs sprechen will, darf von den
verschiedenen Ausgrenzungen und Diskriminierungen in Österreich nicht
schweigen."

Rückfragehinweis:
+43 650 680 38 89

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