- 28.09.2009, 13:12:51
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VP-Riha ad Gratiskindergarten: Planloses Prestigeprojekt des Wiener Bürgermeisters
Wien (OTS) - "Nur weil Bürgermeister Häupl für seine Ruster
Klubklausur ein medienwirksames Thema gebraucht und ohne die
notwendigen Vorbereitungen verkündet hat, müssen Kinder, Eltern und
KindergartenpädagogInnen jetzt mit den Auswirkungen der übereilten
Umsetzung des Gratiskindergartens leben. Unvorbereitet, zeitlich
unter Druck und ohne ausreichende organisatorische Vorbereitung wird
nun an seiner Realisierung gearbeitet. Nicht nur, dass, wie erwartet,
viel zu wenige KindergartenpädagogInnen und Kindergartenplätze zur
Verfügung stehen, ist der Kindergarten auch nicht, wie von Häupl
großspurig angekündigt, für alle kostenlos. Es droht auch die
Qualität auf der Strecke zu bleiben", so ÖVP Wien Gemeinderätin
Monika Riha.
Die vom Personenkomitee Wiener Kindergärten nun vorgetragenen
Anliegen sind für VP-Gemeinderätin Riha "vollkommen berechtigt".
"Dieser Aufschrei des Personals muss ernst genommen werden. Der
Forderungskatalog muss geprüft und ehestmöglich umgesetzt werden",
meint Riha dazu.
Akademisierung der Ausbildung
Um die Personalsituation nachhaltig zu verbessern plädiert sie für
eine Akademisierung der Ausbildung. "Wir müssen die Ausbildung
attraktiver gestalten. Es müssen mehr Möglichkeiten zur Fortbildung
und zum Umstieg auf andere Studienrichtung geschaffen werden. Dann
werden sich mehr junge Menschen für diese Ausbildung entscheiden und
wir werden mehr Personal zur Verfügung haben", erklärt die
VP-Gemeinderätin dazu.
Gruppengröße senken
Als weitere wichtige Maßnahme bezeichnet sie die Senkung der
Gruppengröße. Dass Bürgermeister Häupls Aussage, auf jede
KindergartenpädagogIn kämen nur etwas mehr als sechs Kinder, muss für
KindergartenpädagogInnen wie eine Verhöhnung klingen. Derzeit sind
noch immer 25 Kinder pro Gruppe. "Kleinere Gruppen sind der Schlüssel
zu besseren Bildung und Betreuung und besseren Arbeitsbedingungen für
das Personal. Die Senkung muss von der Stadt Wien ehestmöglich auf
den Weg gebracht werden", so Riha. Weiters sind zwei PädagogInnen pro
Gruppe, wie in Deutschland längst umgesetzt, anzustreben.
VP hat auf Probleme hingewiesen
Die VP-Gemeinderätin und ihre Fraktion fühlen sich in ihrer Kritik an
der Einführung des gebührenreduzierten Kindergartens bestätigt. "Wir
haben vor einer so schnellen Umsetzung gewarnt. Wir haben auf die
Auswirkungen auf das Personal und die Qualität der Betreuung
hingewiesen. Aber das alles wurde leider ignoriert. Und nun scheint
sich die Situation leider zuzuspitzen", erklärt sie dazu.
Und Riha weiter: "Vom Personal hängt die Qualität der Bildung und
Betreuung ab. Deshalb dürfen wir die vielen engagierten Mitarbeiter
nicht "verbrauchen". Wir müssen sie vielmehr fördern, motivieren und
ihnen die richtigen Arbeitsbedingungen geben. Es ist bereits fünf
nach zwölf - Zeit zu handeln", so Riha abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:[email protected]
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