• 28.09.2009, 12:07:33
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Kroatien: Energiemangel und Umweltverschmutzung schaffen Chancen für österr. Firmen

AWO organisiert Marktsondierungsreise "Energieeffizienz und Nachhaltiges Bauen" am 28.9. nach Rijeka

Wien (OTS/PWK723) - "Kroatien ist konfrontiert mit
Energiemangel, einer dadurch bedingten großen Importabhängigkeit, dem
konstanten Anstieg der Energiepreise und des Energieverbrauchs, sowie
den daraus resutlierenden negativen Auswirkungen der
Umweltverschmutzung", erklärt der österreichische Handelsdelegierte
in Zagreb, Roman Rauch, anlässlich einer von der Außenhandelsstelle
organisierten Marktsondierungsreise zum Thema " Energieeffizienz und
nachhaltiges Bauen" nach Rijeka.

Insgesamt 50 Prozent der kroatischen Energie wird importiert,
wobei die Energieverschwendung noch immer sehr hoch liegt, da 75
Prozent aller kroatischen Gebäude schlecht isoliert sind. 40 Prozent
des gesamten Energieverbrauches Kroatiens wird für Gebäude verwendet.
Dieser europaweit hohe Wert verlangt ein verantwortliches und
sparsames Umgehen im Baubereich. Daher ist die Frage der
Energieeffizienz und des nachhaltigen Bauens eine Priorität der
heutigen modernen kroatischen Architektur und Energiepolitik. Die
kroatische Regierung trägt diesen Zielen mit neuen gesetzlichen
Regelungen für Gespanschaften (Energiepläne) und privaten Bauherren
(Energieausweise) Rechnung, was auch durch neue staatliche
Förderungen unterstützt wird.

"Wir wollen den österreichischen Unternehmern vorhandene
Potentiale in Sachen Energieeffizienz bei bestehenden Gebäuden und
Neubauten im Raum Istrien und Kvarner aufzeigen, sowie einen
Überblick über die am 01.09.2009 in Kraft getretenen
Gesetzesänderungen und aktuelle Trends im Bauwesen in Sachen
Energieeffizienz verschaffen", umreißt Rauch Ziele der Veranstaltung.
Die Vorstellung der Aktivitäten der kroatischen Regierung zur
Belebung der Bauindustrie, sowie größeren Nutzung der
Alternativenergiequellen und die Präsentation aktueller regionaler
Projekte im Bereich Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen, werden
das Programm abrunden.

Neben dem Einblick über Geschäftsmöglichkeiten im Bereich Bau- und
Energiewirtschaft im Raum Istrien und Kvarner, bietet die Reise den
teilnehmenden heimischen Unternehmern die Möglichkeit der
Kontaktaufnahme mit regionalen Entscheidungsträgern sowie Firmen, die
im Bereich Bauwesen und Energiewirtschaft tätig sind.

Kroatien war 2008 Österreichs 18-wichtigster Exportmarkt. Etwa 30
Prozent der Investitionen in Kroatien stammen von österreichischen
Unternehmen und mehr als 700 österreichische Niederlassungen bieten
zahlreiche geschäftliche Anknüpfungspunkte.

Der nun für 2012 erwartete EU-Beitritt zwingt Kroatien zu weiteren
Restrukturierungen, Liberalisierungen und Anpassungen an
EU-Regelungen, teilweise auch mit neuen staatlichen Förderungen.
Marktchancen ergeben sich daher weiterhin in den Bereichen:
Umwelttechnik (Pellets, Hackschnitzel, Biomasse, Müllverbrennung,
Windenergie), energieeffizientes Bauen (thermische Sanierung, Bauen
mit Holz, Niedrigenergie-Passivhaustechnologien). (ES)

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, AH-Stelle Zagreb
MMag. Thomas Glück
Tel.: +385 1 488 19 00
mailto:[email protected]
http://wko.at/awo/hr

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