• 23.09.2009, 16:55:22
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Rasinger: Sparsamkeit ja, Rationieren nein

ÖVP-Gesundheitssprecher weist Kritik des BZÖ am Gesundheitssystem zurück

Wien (ÖVP-PK) - Die zehnseitige Dringliche Anfrage enthält
keinerlei zukunftsweisende Ansätze für Gesundheitsreformen, - mittel
und methoden, führte heute, heute, Mittwoch, ÖVP-Gesundheitssprecher
Abg. Dr. Erwin Rasinger die Dringliche Anfrage des BZÖ an den
oberösterreichischen Gesundheitsminister im Nationalrat rein auf die
Landtagswahlen am Sonntag zurück. Es handle sich dabei um eine reine
"Kraut- und Rüben-Anfrage". Natürlich könne man ein System so lange
krank reden bis es wirklich krank ist - aber: "Tun Sie das dem
österreichischen Gesundheitswesen nicht an", so der
Gesundheitssprecher weiter. Er sprach sich für Sparsamkeit, aber
gegen Rationierungen aus. ****

Es gehe um eine hochqualitative, flächendeckende Versorgung für alle,
unabhängig vom Einkommen, und Österreich liege dabei gar nicht so
schlecht, verwies Rasinger auf einen kürzlich ausgestrahlten Bericht
von CNN, bei dem Österreich als Vorbild für das amerikanische
Gesundheitswesen herangezogen wurde. 17 Prozent der Amerikaner seien
ohne Schutz im Fall von Krankheiten; 21 Millionen US-Bürger seien
unterversichert. Das bedeute, dass beispielsweise die Chemotherapie
für eine Frau mit Brustkrebs abgelehnt werde, wenn sie zufällig
unterversichert ist. "Das wäre in Österreich undenkbar. Sie sollten
daher die Kirche im Dorf lassen", so Rasinger in Richtung BZÖ.

Er führte als weiteres Beispiel einen bekannten Österreicher an, der
im Garten zusammenbrach und bei dem sieben Minuten später bereits der
Notarzthubschrauber landete und er daher in Folge gerettet werden
konnte. Zum Vergleich: In Finnland gibt es - bei einem fünfmal
größeren Gebiet - nur zwei Notarzthubschrauber. Dort wäre dieser
Patient sicher gestorben, hob der Gesundheitssprecher die gute
Notfallsversorgung in Österreich hervor.

Die ÖVP werde den Misstrauensantrag gegen den Gesundheitsminister
ablehnen. Alois Stöger habe Vertrauen verdient, auch "das Herz, das
man im Gesundheitssystem braucht" und kenne sich aus. "20 Prozent der
Patienten benötigen 80 Prozent der Leistungen, - meist hoch Betagte,
die sich nicht wehren können. Gerade diese Menschen brauchen im
Gesundheitswesen Politiker, die sich für sie einsetzen", schloss
Rasinger.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

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