- 21.09.2009, 14:25:49
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Schwentner zu Einkommensschere: Taten statt schöner Worte gefragt
Grüne fordern ÖGB zur Umsetzung der eigenen Forderungen auf
Wien (OTS) - "Klare Handlungen statt schöner Worte", fordert
Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, anlässlich der
Forderungen der ÖBG-Frauen zur Schließung der Einkommensschere
zwischen Frauen und Männern. "Wenn Frauen noch immer jedes Jahr drei
Monate lang gratis arbeiten müssen, dann ist es höchste Zeit,
Maßnahmen umzusetzen, damit der Equal Pay Day endlich Geschichte
wird. Gerade die Gewerkschaft hätte mehr umsetzen können. Ein
gesetzlicher Mindestlohn für alle Branchen ist dringend nötig, damit
es nicht zu noch größeren Einkommensunterschieden kommt", so
Schwentner.
Die Mehrarbeitszuschläge für Teilzeitbeschäftigte waren eine gute
Idee. Doch leider kommen viele Frauen nicht in deren Genuss. So geht
aus AK-Befragungen hervor, dass Beschäftigte im Handel bis zu fünf
unbezahlte Mehrstunden pro Woche leisten. "Gerade die Gewerkschaften
sollten die Umsetzung ihrer Forderungen endlich in Angriff nehmen.
Sie sollten Frauen besser über die Entlohnungsschemen in den
Kollektivverträgen und die branchenübliche Bezahlung informieren.
Nicht zuletzt basiert ein Teil der Einkommensschere auch auf den
schlechteren Lohnabschlüssen in jenen Branchen, in denen viele Frauen
vertreten sind. Kollektivverträge, die auf einer
diskriminierungsfreien Arbeitsbewertung aufbauen, sind dafür eine
notwendige Voraussetzung", so Schwentner.
Anlässlich des Equal Pay Day werden die Grünen am 25. September 2009
um 10:45 Uhr auf der Mariahilfer Straße/Ecke Amerlingstraße eine
Foto-/Medienaktion unter dem Motto "Mehr Knödl für Frauen!
Frauenarbeit ist gleich viel wert!" veranstalten. Judith Schwentner,
Frauensprecherin der Grünen und Monika Vana, Frauensprecherin der
Wiener Grünen werden dort "Rezepte" gegen die Einkommensschere
verteilen.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]
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