OTS0071 / 21.09.2009 / 10:44
/ Channel: Politik
/ Aussender: Management Club
Stichworte:
Finanzen / Politik / Studie / Unternehmen / Wirtschaft
OBS0002 5 II 0022 21.Sep 09
Öffentlicher Schuldenstand in Prozent des BIP
- Fotograf: management club
- Fotocredit: management club
- Ort: Österreich / Wien
Originalgröße: 232kb
bei
1124x
640 Pixel
Original herunterladen
Utl.: Ausweg aus der Schuldenfalle: Jährlicher BIP-Überschuss in der Höhe
von zwei Prozent. =
Wien (OTS) - Eine aktuelle Studie des management club
(Studienleiter: Ex-WIFO-Chef Dr. Helmut Kramer) weist auf zu
optimistische Kostenschätzungen offizieller Stellen in Bereichen wie
Pension, Pflege, Gesundheit und Bildung hin, die in Kombination mit
den budgetären Folgen der Kriseninterventionen des Staates Österreich
direkt in die Schuldenfalle führen. Wird nichts weiter unternommen,
dann wird die Staatsverschuldung bis 2035 - vor allem auch durch
Zinseszinseffekte - auf 128 Prozent ansteigen.
Zweiprozentiger BIP-Überschuss. Soll die Verschuldung bis 2035
wieder 60 Prozent erreichen, müsste Österreich ab 2013 bis 2035 jedes
Jahr einen BIP-Überschuss in der Höhe von zwei Prozent erzielen. Das
entspräche zum jetzigen Zeitpunkt einer jährlichen Summe von rund
sechs Milliarden Euro pro Jahr.
Da aber Reformen, wie z.B. in der Schulverwaltung, in den ersten
Jahren Geld kosten und Einsparungen erst nach vier, fünf Jahren
tragend werden, ist die Regierung jetzt aufgefordert in den
wesentlichen Bereichen wie Schule, Gesundheit, Pension und
Staatsreform Konzepte zu erarbeiten und rasch umzusetzen.
Was kostet das den Bürger? Durch den Anstieg der Staatsschulden
von 161 auf 250 Milliarden Euro (oder auf 80 Prozent des BIP) bis
2013 werde der Zinsaufwand der Staatsschuld von aktuell sechs bis
sieben Milliarden Euro auf zehn Milliarden Euro jährlich ansteigen.
Das koste jeden Einwohner statt rund 750 Euro (aktuell) künftig 1.200
Euro pro Jahr, weiß Studienleiter und Ex-WIFO-Chef Helmut Kramer.
Jetzt handeln. Gerade jetzt, wo die Taschen leer sind, ist der
Zeitpunkt gekommen, wo sich die Politik mit Nachdruck um den
öffentlichen Haushalt kümmern muss, denn sonst ist der
österreichische Staat bald insolvent. "Mit diesem Druck im Nacken
besteht die historische Möglichkeit, dass von politischer Seite her
die jahrelang hinausgeschobenen Reformen endlich mutig angepackt,
jenseits von Parteigrenzen objektiv beurteilt und umgesetzt werden",
fordert mc-Präsident DI Herbert Paierl.
Die vollständige Studie "Längerfristige Perspektiven der
öffentlichen Finanzen in Österreich" von Dr. Helmut Kramer steht
Ihnen unter www.managementclub.at/w/downloads zu Verfügung.
Rückfragehinweis:
management club
Alexandra Hofer
Tel.: +43-1 512 79 35
presse@managementclub.at
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0071 2009-09-21/10:44
211044 Sep 09
MGC0001 0356


