• 21.09.2009, 10:00:43
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EANS-News: Epigenomics AG: Erster Bluttest für Darmkrebs in Deutschland erhältlich

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Utl.: Erste Labore in Deutschland werden Epigenomics' Septin9-Test ab 1. Oktober
anbieten

Test weist Darmkrebs in einer einfachen Blutprobe nach

Unternehmen veranstaltet heute eine Pressekonferenz auf dem ECCO/ESMO-Kongress
in Berlin =

Pressemitteilung, Berlin und Seattle, WA, USA, 21. September 2009 (euro adhoc) -
Die Epigenomics AG (Frankfurt, Prime Standard: ECX), ein Molekulardiagnostik-
Unternehmen mit Schwerpunkt auf der Entwicklung und Vermarktung von Produkten
für die Diagnose von Krebs, teilte heute mit, dass mehrere deutsche Labore am
1. Oktober 2009 einen Darmkrebs-Bluttest basierend auf Epigenomics'
patentgeschütztem Biomarker mSEPT9 einführen werden. Unter den ersten Laboren,
die den mSEPT9-Test für Darmkrebs Gastroenterologen, Allgemeinmedizinern und
Patienten in Deutschland anbieten werden, sind die Labore Krone (Bad Salzuflen)
und Limbach (Heidelberg), sowie die Medizinischen Versorgungszentren Dr. Stein
(Mönchengladbach) und Dr. Eberhard & Partner (Dortmund). Die Einführung in
Deutschland folgt der Einführung des mSEPT9-Tests durch den Laborverbund
Viollier AG in der Schweiz am 1. Juli 2009.

Epigenomics wird heute in einer Pressekonferenz über den medizinischen Nutzen
des mSEPT9-Biomarkers beim Nachweis von Darmkrebs in Blutproben berichten und
wie dieser Test helfen könnte, bestehende Hindernisse auf dem Weg zu einer
effektiven Darmkrebs-Früherkennung zu überwinden. Die Pressekonferenz findet im
Rahmen des diesjährigen gemeinsamen Multidisziplinären Kongresses von ECCO
(European Cancer Organisation) und ESMO (European Society for Medical Oncology)
in Berlin statt.

In zahlreichen klinischen Studien mit insgesamt mehr als 3.000 Teilnehmern,
konnte Epigenomics zeigen, dass die methylierte DNA des Septin9-Gens (mSEPT9)
in Blutplasma ein aussagekräftiger Indikator, oder Biomarker, für das
Vorhandensein von Darmkrebs ist. Auf dieser Grundlage wurde es möglich, Tests
für die Früherkennung von Darmkrebs zu entwickeln, die lediglich einer
einfachen Blutprobe bedürfen und helfen könnten die größte Hürde in der
Darmkrebs-Früherkennung zu überwinden - die mangelnde Akzeptanz bei Patienten.

Darmkrebs-Vorsorge wird in Deutschland ab dem 50. Lebensjahr empfohlen und auch
von privaten und gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Den Patienten wird
anfänglich ein jährlicher Stuhltest, der unsichtbares Blut im Stuhl nachweist
(Fecal Occult Blood Test - FOBT) empfohlen. Ab dem 55. Lebensjahr wird zu einer
ambulanten Koloskopie (Darmspiegelung) geraten, die nach zehn Jahren wiederholt
werden sollte. Patienten, die sich keiner Koloskopie unterziehen wollen wird
empfohlen, den FOBT-Test alle zwei Jahre zu wiederholen.
Trotz dieser Empfehlungen nimmt die Mehrheit der Deutschen über 50 Jahren an
keinerlei Darmkrebs-Vorsorge teil, mit der Folge, dass Darmkrebs meist erst in
symptomatischen Stadien diagnostiziert wird, in denen die Chancen auf Heilung
bereits deutlich gesunken sind.
Fehlende Anwenderfreundlichkeit und Vorbehalte gegenüber invasiven Methoden
sind dabei unter den am häufigsten genannten Gründen für diese ablehnende
Haltung. Andere Länder mit vergleichbaren Vorsorge-Richtlinien, einschließlich
der USA, kämpfen mit ähnlichen Herausforderungen.

Ein Bluttest für die Früherkennung von Darmkrebs, der leicht in einen
jährlichen Gesundheits-Check integriert werden kann und keine weitere Belastung
für die Patienten darstellt, würde - so die Expertenmeinung - besser von Ärzten
und Patienten akzeptiert werden. Ein solcher Test könnte die Effektivität von
öffentlichen Krebsfrüherkennungs-Programmen deutlich steigern. Bei einem
positiven Testergebnis, in einem solchen einfach anzuwendenden Bluttest, würde
der Patient zu einem Gastroenterologen überwiesen, der die Diagnose mithilfe
einer Koloskopie bestätigen würde und ggf. erste Behandlungsschritte einleiten
könnte.

"Die meisten Menschen wissen inzwischen, dass es Vorsorgeuntersuchungen in
Deutschland gibt und halten sie auch für gut und sinnvoll. Das Dilemma: für
sich selbst nehmen sie diese nicht in Anspruch", sagte Prof. Dr. Jürgen
Riemann, Vorsitzender der Stiftung Lebensblicke e.V., einer Organisation, die
sich seit mehr als zehn Jahren für die Darmkrebs-Vorsorge in Deutschland
einsetzt. "Mit einem neuen, einfach anzuwendenden Bluttest könnten wir unser
Ziel, die Akzeptanz und die Teilnahme an der Darmkrebs-Vorsorge merklich zu
erhöhen, erreichen. Positiv getestete Patienten würden anschließend mittels
einer Koloskopie untersucht", so Riemann weiter.

"Als ein Diagnostik-Labor mit Fokus auf innovativer Molekulardiagnostik, werden
wir den mSEPT9-Test den Ärzten und Gastroenterologen in unserem Netzwerk
anbieten", erklärte Angelika Vogel, als Laboratoriumsmedizinerin im Labor Krone
verantwortlich für molekulare Diagnostik. "Dieser Test erfordert eine Standard-
Blutprobe und keine weiteren invasiven Verfahren oder die Einbindung des
Patienten. Alle anderen Schritte werden in der qualitätskontrollierten Umgebung
eines professionellen Diagnostik-Labors durchgeführt. Das sichert höchste
Qualität und Verlässlichkeit der Ergebnisse zum Wohle des Patienten und als
Basis für weitere ärztliche Beratung."

Der Septin9-Test wird anfänglich für Selbstzahler und privat versicherte
Patienten angeboten. Eine derzeit durchgeführte, groß angelegte prospektive
klinische Studie, PRESEPT, soll den medizinischen Nutzen und insbesondere auch
den gesundheitsökonomischen Vorteil einer bevölkerungsweiten Darmkrebs-
Früherkennung mit dem Septin9-Test darstellen. Die in der Studie gewonnenen
Daten sollen dazu beitragen, eine Aufnahme des Septin9-Bluttests in
Krebsfrüherkennungs-Richtlinien und letztendlich die Kostenerstattung durch
gesetzliche Krankenkassen in Deutschland und öffentliche Gesundheitssysteme in
anderen europäischen Ländern, sowie den USA zu erwirken.

Um eine weitreichende Verfügbarkeit einer blutbasierten Darmkrebs-Früherkennung
zu gewährleisten, arbeitet Epigenomics mit Partnern in der Diagnostikindustrie.
Dazu gehören die Unternehmen Abbott Molecular (Chicago, USA) und Quest
Diagnostics, Inc. (Giralda Farms, USA) die voraussichtlich im vierten Quartal
2009 erstmals ihre Septin9-Tests in Europa (Abbott) und den USA (Quest)
anbieten werden. Weitere Partner sind ARUP Laboratories, Inc. (Salt Lake City,
USA) und die Sysmex Corporation (Kobe, Japan).

Details zur Pressekonferenz

Die Pressekonferenz mit dem Titel: "Ein Meilenstein in der Darmkrebs-
Früherkennung: Der Nachweis des Biomarkers mSEPT9 in einer einfachen
Blutprobe", findet am 21. September 2009 von 18:30 - 20:00 Uhr im ICC Berlin,
Neue Kantstrasse/Ecke Messedamm im Tagungsraum 28/ 29 statt. Es referieren
Prof. Dr. Jürgen Riemann, Vorsitzender der Stiftung Lebensblicke e.V., Dr.
Achim Plum, Senior Vice President Corporate Development, Epigenomics AG und
Angelika Vogel, Fachärztin für Laboratoriumsmedizin, Labor Krone.

Details zur Posterpräsentation

Eine Posterpräsentation mit dem Titel " A New Duplex Real-time PCR Assay for
Detection of the mSEPT9 Biomarker for Colorectal Cancer Screening Using Blood
Plasma", (Poster Nr. 180) findet am Dienstag, 22. September 2009, von 9:00 -
12:00 Uhr, ICC Berlin, Halle 13, Stand A-21 statt, und wird gehalten von Dr.
Gunter Weiss, Vice President Product Development bei der Epigenomics AG.

Über Darmkrebs

Bei Darmkrebs (oder auch dem Kolorektalen Karzinom) handelt es sich um eine
bösartige Wucherung der Dickdarmschleimhaut. Darmkrebs entwickelt sich in der
Regel über mehrere Stufen und viele Jahre, angefangen mit einer gutartigen
Zellvermehrung (Adenom), welche sich entweder in den Darm vorstülpt (Polyp)
oder eine so genannte 'flache Läsion' formt. Aus diesen Vorstadien kann sich im
weiteren Krankheitsverlauf ein noch lokal begrenzter Tumor (Stadium I bzw. II)
entwickeln, der später in die umgebenden Lymphknoten (Stadium III) und
letztendlich in andern Organe wie Leber, Knochen oder Lunge streut
(metastasiert), d.h. dort Tochtergeschwulste bildet (Stadium IV). Die
Entwicklung von einem kleinen Polypen oder einer flachen Läsion zu einem
Krebsgeschwulst dauert durchschnittlich 5 bis 10 Jahre.

Mit jährlich rund 75.000 Neuerkrankungen in Deutschland ist Darmkrebs die
zweithäufigste Tumorerkrankung bei Frauen und Männern. Die 5-Jahres
Überlebensrate der betroffenen Patienten beträgt etwa 90%, wenn der Krebs
bereits im Frühstadium erkannt wird, also bevor er sich über den Darm hinaus im
Körper ausgebreitet hat. Dementsprechend ist eine effektive bevölkerungsweite
Vorsorge, die darauf abzielt, den Krebs in einem frühen, noch asymptomatischen
Stadium zu entdecken, der Schlüssel zur Verringerung der Sterblichkeit an
dieser Krankheit.

Über Epigenomics

Die Epigenomics AG ist ein Molekulardiagnostik-Unternehmen mit einem
Schwerpunkt auf der Entwicklung neuartiger Produkte für die Krebsdiagnostik.
Auf der Basis von DNA-Methylierungs-Biomarkern zielen die Tests von Epigenomics
darauf ab, Krebs bereits im Frühstadium zu erkennen oder besser zu
diagnostizieren und könnten dadurch die durch diese gefürchtete Krankheit
verursachte Sterblichkeit verringern.

Die Produktpipeline von Epigenomics umfasst einen klinisch validierten
Biomarker für die Früherkennung von Darmkrebs in Blutplasma und weitere
firmeneigene DNA-Methylierungs-Biomarker in verschiedenen Entwicklungsstadien
für die Früherkennung von Prostata- und Lungenkrebs in Urin- bzw. Blut- und
Bronchiallavage-Proben. Epigenomics SEPT9-DNA-Methylierungs-Biomarker (mSEPT9)
für die Früherkennung von Darmkrebs in einer gewöhnlichen Blutprobe wiederholte
seine hervorragenden Testeigenschaften im Rahmen mehrerer klinischer Studien
mit insgesamt mehr als 3.000 Probanden. Derzeit wird mSEPT9 in einer großen
prospektiven klinischen Studie - PRESEPT - in einer Krebsvorsorgepopulation
evaluiert (www.presept.net).

Für die Entwicklung und Vermarktung von in-vitro-diagnostischen Testkits
verfolgt Epigenomics eine nicht exklusive Lizenzstrategie, die sich an Partner
in der Diagnostikindustrie richtet. Zu den strategischen Partnern für
diagnostische Tests gehören Abbott Molecular Inc., Philips, Sysmex Corporation
und Quest Diagnostics Inc., für Produkte für den Forschungsmarkt und zur
Probenvorbereitung, Qiagen NV.

Epigenomics bietet Partnern aus der Gesundheitsbranche und der biomedizinischen
Forschung Zugang zu seinem durch mehr als 150 Patentfamilien geschützten
Portfolio aus DNA-Methylierungs-Technologien und -Biomarkern in Form von
Forschungsprodukten, Biomarker-Dienstleistungen, IVD-Entwicklungskooperationen
und Lizenzabkommen. Das Unternehmen hat seinen Firmensitz in Berlin und ist mit
einer 100%igen Tochtergesellschaft in Seattle, WA, USA, vertreten. Weitere
Informationen finden sich unter www.epigenomics.com.

Epigenomics' rechtliche Hinweise. Diese Veröffentlichung enthält ausdrücklich
oder implizit in die Zukunft gerichtete Aussagen, die die Epigenomics AG und
deren Geschäftstätigkeit betreffen. Diese Aussagen beinhalten bestimmte
bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren, die dazu
führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage und die
Leistungen der Epigenomics AG wesentlich von den zukünftigen Ergebnissen oder
Leistungen abweichen, die in solchen Aussagen explizit oder implizit zum
Ausdruck gebracht wurden. Epigenomics macht diese Mitteilung zum Datum der
heutigen Veröffentlichung und beabsichtigt nicht, die hierin enthaltenen, in
die Zukunft gerichteten Aussagen aufgrund neuer Informationen oder künftiger
Ereignisse bzw. aus anderweitigen Gründen zu aktualisieren.

Rückfragehinweis:
Epigenomics AG
Dr. Achim Plum
Sen. VP Corporate Development
Tel: +49 30 24345 368
[email protected]
Ende der Mitteilung euro adhoc
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Emittent: Epigenomics AG
          Kleine Präsidentenstraße 1
          D-10178 Berlin
Telefon:  +49 30 24345-0
FAX:      +49 30 24345-555
Email:    [email protected]
WWW:      www.epigenomics.com
Branche:  Biotechnologie
ISIN:     DE000A0BVT96, DE000A0XFWF2
Indizes:  Prime All Share, Technologie All Share
Börsen:   Regulierter Markt/Prime Standard: Frankfurt, Freiverkehr: Berlin,
          Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf, München 
Sprache:  Deutsch

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | CND

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