- 18.09.2009, 13:10:35
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Bauernbund-Präsident Grillitsch übergab EVP-Chef Daul Milch-Forderungskatalog
Österreichische Bauernvertreter setzen Kommission weiterhin unter Druck
Wien (OTS) - "Mit ihren gestrigen Vorschlägen unterstreicht die
EU-Kommission einmal mehr ihre Absicht, eine europaweite
Marktliberalisierung auch im Milchbereich umzusetzen. Die von
Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel angebotenen Maßnahmen helfen
uns nicht dabei, dass wir in Österreich kurzfristig die
Marktsituation verbessern können. Geht es nach Fischer Boel, sollen
sich die Nationalstaaten offenbar selbst helfen", weist
Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch darauf hin, dass sich die
EU-Kommission ihrer Verantwortung entziehen will.
Kämpfen auf allen Ebenen
Um den Druck auf die EU-Kommission jetzt noch zusätzlich zu
verstärken, trafen Präsident Grillitsch, Gerhard Wlodkowski,
Präsident der Österreichischen Landwirtschaftskammer, sowie Gerd
Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, gestern in
Straßburg den EVP-Fraktionsvorsitzenden Joseph Daul. Gemeinsam
überreichten die Bauernvertreter einen Fünf-Punkte-Forderungskatalog.
"Wir kämpfen auf allen Ebenen", erklärt Grillitsch.
"Österreich will seine flächendeckende Milchproduktion
aufrechterhalten", betont Grillitsch, "weil die Bauern Verantwortung
für die Versorgung der Konsumenten mit hochqualitativen Lebensmitteln
tragen". Mit Hochdruck arbeitet der Bauernbund-Präsident deshalb
gemeinsam mit Experten an einem völlig neuen Modell, um den
Konsumpatriotismus zu fördern. Weiters fordert Grillitsch auf
EU-Ebene strengere Kennzeichnungsvorschriften: Wo Käse draufstehe,
müsse auch Käse drinnen sein. "Auch in Hinkunft wollen wir in
Österreich Betriebe haben, die von der Landwirtschaft leben können
und nicht pensionierte Milchbauern", spricht sich Grillitsch für
einen vitalen Bauernstand aus.
"Der Export von Molkereiprodukten muss noch stärker angekurbelt
werden, zudem brauchen wir eine Verarbeitungsbeihilfe, um Magermilch
als Kälberfutter einsetzen zu können", erklären Grillitsch und
Wlodkowski die Forderungen. Weiters müsse die Interventions- und
Aufkaufpolitik von Butter und Magermilchpulver fortgesetzt werden.
"Erst wenn der Markt auf der Angebotsseite bereinigt ist, kann der
Milchpreis wieder steigen", so Grillitsch.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Bauernbund Österreich , Brucknerstraße 6/3, A - 1040 Wien , Tel.: +43 1 505 81 73 - 28 , Fax: +43 1 505 81 73 - 9928 , Mobil: 0664/82 100 60, mailto:[email protected] , www.bauernbund.at
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