• 18.09.2009, 11:09:21
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Wehsely: "50 Jahre Beschäftigungstherapie-Werkstätten"

Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderung sorgen für gesellschaftliche Teilhabe

Wien (OTS) - Die Stadt Wien gibt im Jahr 2009 rund 200 Millionen
Euro für die Menschen mit Behinderung aus. Über 62 Millionen Euro
werden alleine in die Bereiche Beschäftigung und Tagesbetreuung
investiert und an 97 Standorten in Wien im Rahmen der
Beschäftigungstherapie/Tagesstrukturen derzeit rund 4.000 Menschen
mit Behinderung betreut. "Das ist ein in Zahlen gegossenes Bekenntnis
zur Integration von Menschen mit Behinderung in allen
Lebensbereichen. Chancengleichheit und Selbstbestimmung sind die
Säulen der Stadtpolitik für Menschen mit Behinderungen", erklärte die
Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely
Donnerstag Abend im Rahmen der Feierlichkeiten zu "50 Jahre
Beschäftigungstherapie in Wien".****

50 Jahre Beschäftigungstherapie bei Jugend am Werk

Im Oktober 1959 eröffnete die Organisation Jugend am Werk (JaW)
in einem ehemaligen Schulgebäude der Stadt Wien in der
Kuefsteingasse, 1140 Wien, die erste Werkstätte für die
Beschäftigungstherapie von Menschen mit geistiger Behinderung in
Wien. "Dabei handelte es sich um eine Pionierleistung der damaligen
MitarbeiterInnen von Jugend am Werk, die auch für die weitere
Entwicklung der Tageseinrichtungen für Menschen mit Behinderung in
Österreich maßgeblich war", betont die Vorsitzende von "Jugend am
Werk", Prof.in Erika Stubenvoll. "Schon damals war es das erklärte
Ziel der Beschäftigungstherapie, Menschen mit Behinderungen, die
nicht am Arbeitsmarkt unterkommen konnten, einen sinnvollen Ersatz
für Arbeit anzubieten."

In den 22 Werkstätten in Wien und einer Werkstätte in
Niederösterreich von Jugend am Werk gehen über 1.700 Frauen und
Männer mit geistiger Behinderung einer sinnvollen Tätigkeit nach.
Diese Tätigkeiten stellen eine Verknüpfung zwischen Arbeit,
beruflicher Qualifizierung und Beschäftigung dar und werden durch die
Förderung sozialer, kultureller und lebenspraktischer Fertigkeiten
ergänzt. Das Angebot reicht von intensiv betreuten Gruppen für
Menschen mit Behinderung und hohem Betreuungsbedarf über spezielle
Angebote für ältere Menschen mit Behinderung bis hin zu
Qualifizierungsgruppen, die auf eine berufliche Integration in die
freie Wirtschaft vorbereiten. "Hier sind wir als Organisation
gefordert", so der Geschäftsführer von Jugend am Werk, Dr. Walter
Schaffraneck. "Im Rahmen gezielter Projekte müssen wir weiterhin
alles dazu unternehmen, um Menschen mit Behinderung einen
Arbeitsplatz in der Wirtschaft zu ermöglichen. Wir müssen aber auch
für jene Menschen, die am freien Arbeitsmarkt überfordert wären,
sinnvolle Arbeitsangebote schaffen. Dabei wird eine Tagestruktur oder
Beschäftigungstherapie auch in Zukunft eine große Rolle spielen."

Die gemeinnützige Organisation Jugend am Werk ist seit mehr als
60 Jahren in der Berufsbildung von Jugendlichen sowie in der
Begleitung von Menschen mit Behinderung tätig. Ziel ist es, durch
eine Vielzahl von hochwertigen Dienstleistungen benachteiligten
Menschen den Zugang zu einem erfüllten Leben in Selbstständigkeit zu
ermöglichen.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) wb/df

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Daniela Fazekas
   Mediensprecherin StRin Mag.a Sonja Wehsely
   Telefon: 01 4000-81243
   Mobil: 0676 8118 81243
   E-Mail: [email protected]
   
   Jugend am Werk
   Öffentlichkeitsarbeit
   Mag. Wolfgang Bamberg
   Telefon: 01 405 02 86-20
   Mobil: 0664 839 83 73
   E-Mail: [email protected]

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