- 16.09.2009, 12:12:42
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FP-Ebinger: Gerichtsmedizin befindet sich in einem katastrophalen Zustand
Ärztekammer und Polizei bestätigen Kritik der FPÖ
Wien, 16.09.09 (fpd) - Seit mehr als eineinhalb Jahren macht die
FPÖ auf das Problem der Wiener Gerichtsmedizin aufmerksam - nun wird
diese Kritik auch noch von Polizei und Ärztekammer bestätigt - nur
die Stadt Wien schweigt wieder einmal beharrlich in dieser
Angelegenheit und tut so als ob es im Bereich der Gerichtsmedizin
absolut keine Ungereimtheiten gäbe, so heute der Gesundheitssprecher
der FPÖ-Wien, LAbg. Mag. Gerald Ebinger.
Wenn man Obduktionen als "Qualitätssicherung der Medizin über den Tod
hinaus" begreift, wird man auch von der mittlerweile üblichen
Vorgangsweise, Tote von einem Spital zum Nächsten auf "Reisen" zu
schicken beziehungsweise die eine oder andere Obduktion gänzlich zu
unterlassen, Abstand nehmen müssen. Auch die beunruhigende Zunahme
von Obduktionen, die privat finanziert und in Auftrag gegeben werden,
lassen den sanitätspolizeilichen Notstand sowie die berechtigte Sorge
der Bevölkerung, ob Fremdeinflüsse bei Todesfällen immer (noch)
entdeckt werden, klar erkennen.
Die Gerichtsmedizin - so wie sie derzeit besteht - befindet sich in
einem katastrophalen Zustand. Sanitätsbehördliche Obduktionen wurden
von der Stadt Wien abgezogen. Das bedeutet, dass weniger
Kriminalfälle aufgedeckt werden können. Dazu kommt, dass die
Obduktionen zum Teil in Containern am Wiener Zentralfriedhof
stattfinden. Alles in allem handelt es sich dabei um eine
unbefriedigende Lösung. "Wir fordern Stadträtin Wehsely daher
abermals auf, mit dem Bund eine rasche Einigung zu finden. Das
Weiterwurschteln mit viel zu teuren Zwischenlösungen muss endlich ein
Ende haben", so Ebinger abschließend.(Schluss)paw
Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798
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