- 15.09.2009, 15:59:34
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IG-Milch: Minister Berlakovich stellt sich mit Landwirtschaftskammer und Bauernbund gegen Anliegen der Milchbäuerinnen und Milchbauern
Presseerklärung der IG-Milch, 15.September 2009
Wien (OTS) - Mit Unverständnis und Fassungslosigkeit reagieren die
Milchbäuerinnen und Milchbauern auf die Aussagen der Agrar-Politik -
"Nun wird für viele Bürger sichtbar, wie abgehoben und unwissend die
eigene Interessensvertretung auf die ausweglose Situation auf
tausenden Höfen reagiert. Zu sagen, diese Problem muss auf
europäischer Ebene mit viel Druck gelöst werden, aber bei einem
europaweiten Aufstand den Bauern in den Rücken zu fallen, ist
unverzeihlich und feige", so Ewald Grünzweil.
Weiters erklärt der Obmann der IG-Milch: "Bei den nun bestätigten
Beschlüssen der weiteren Produktionsausweitung in einem durch
Überschüsse zusammengebrochenen Markt ist es geradezu eine Pflicht
gemeinsam die Milchlieferung einzustellen."
Während in ganz Europa die Bewegung jeden Tag stärker wird,
versucht man in Österreich die Bauern mit Falschinformation,
Drohungen und alten Floskeln zu entmutigen.
Alle angebotenen Gespräche wurden von den Entscheidungsträgern in
Politik und Molkereiwirtschaft abgelehnt, um die notwendige
Marktentlastung zu verhindern. So wurde die Chance, bei der
Marktordnungsnovelle die Saldierung auszusetzen, nicht wahrgenommen,
obwohl bei allen Abstimmungen unter der Bauernschaft eine große
Mehrheit für diese Änderung bei allen Befragungen durch die
Landwirtschaftskammer gestimmt hat. Damit spiegeln sich weder der
Wille der Erzeuger, noch demokratische Gepflogenheiten in dieser
Entscheidung wider.
Die Ankündigung von Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch, mit den
Handelsketten zu verhandeln, klingt für die Bauern wie eine Drohung,
da seit dem Milchgipfel des Bauernbundpräsidenten am 2. Juni letzten
Jahres der Milchpreis für die Bauern um 30 % gefallen ist.
"Den Milchmarkt vernünftig zu regeln ist aber nicht nur im Sinne der
Bauern, da die weitere Liberalisierung tausende Arbeitsplätze
vernichtet, die ländlichen Räume zerstört und die
Lebensmittelqualität und -sicherheit gefährdet. Daher werden wir
unsere Aktionen fortsetzen, in der Hoffnung, dass dieser Hilfeschrei
von der Gesellschaft gehört und verstanden wird", so Obmann Grünzweil
abschließend.
Rückfragehinweis:
Ewald Grünzweil
Obmann IG-Milch
Mobil: 0664 2023869
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