• 14.09.2009, 14:32:16
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Caritas schockiert über Tod des indischen Schubhäftlings

Kritik an Schubhaft und Haftbedingungen erneuert

Wien (OTS) - Auf den Tod des indischen Schubhäftlings reagiert die
Caritas zutiefst betroffen und schockiert. "Mindestens 5
Innenminister haben eine grundlegende Reform der Schubhaft zugesagt,
passiert ist bisher wenig bis nichts. Aus unserer täglichen Arbeit
wissen wir, dass die Anhaltebedingungen in der Schubhaft nach wie vor
vielfach wesentlich schlechter sind als in der Strafhaft. Dies
betrifft insbesondere medizinische Versorgung, Besuchszeiten,
Bewegungsfreiheit und soziale Dienste", kritisiert Werner
Binnenstein-Bachstein, Geschäftsführer der Caritas der Erzdiözese
Wien.

Anlässlich des tragischen Todesfalles fordert die Caritas erneut,
dass Schubhaft immer nur die letzte Möglichkeit sein kann. Vorher
müssen alle anderen, gelinderen Mittel ausgeschöpft werden. Mittels
einer genauen Einzelfallprüfung muss festgestellt werden, ob
Schubhaft die einzige Möglichkeit ist. Nur professionelle
Sozialbetreuung sowie unabhängige und offene Beratung ermöglichen
menschenrechtskonforme Bedingungen in der Schubhaft. "Die
Empfehlungen des Menschenrechtsbeirates sind endlich bedingungslos
umzusetzen", fordert Binnenstein-Bachstein.

Rückfragehinweis:
Ruth Schöffl
Presse Caritas der Erzdiözese Wien
Tel.: +43 (0)1/878 12-222, Mobil: +43 (0)664/848 26 17
[email protected]
www.caritas-wien.at

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